Murnau: Geretteter Höhlenforscher kann Intensivstation bald verlassen

Wenige Tage nach der Rettung aus der Riesending-Schachthöhle geht es weiter aufwärts bei Johann Westhauser. Er hat viel Glück gehabt und ist auf dem Weg der Besserung.

 

Der gerettete Höhlenforscher Johann Westhauser kann die Intensivstation schon bald wieder verlassen. Er erhole sich weiter und habe eine ruhige Nacht verbracht, teilte die Unfallklinik Murnau mit. «Er isst inzwischen mit gutem Appetit und konnte nach zwei Wochen erstmalig wieder auf eigenen Beinen mobilisiert werden», hieß es am Samstag. Am Montag sei eine «Stabilisierung der Augenhöhle» geplant. Danach werde Westhauser von der Intensivstation verlegt.

 

Der Ärztliche Direktor Volker Bühren hatte am Freitag angekündigt, der Höhlenforscher aus Pfinztal bei Karlsruhe werde etwa zwei Wochen in der Klinik in Oberbayern bleiben und dann ein bis zwei Monate in eine stationäre Reha gehen. Eine Operation am Hirn sei nicht notwendig.

 

Aufräumarbeiten in Deutschlands tiefster Höhle beginnen

 

Westhauser hatte am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. In einer beispiellosen Aktion war er bis zum vergangenen Donnerstag aus Deutschlands tiefster Höhle geholt worden.

 

Dort beginnen nun die Aufräumarbeiten. Hunderte Helfer hatten in den vergangenen zwei Wochen viel Material in die Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden geschleppt. Was genau im Berg bleiben soll und was nicht, war am Sonntag noch unklar. Der Eingang der Höhle soll geschlossen werden, um neugierige Besucher abzuhalten und weitere Unglücke zu verhindern.

 

RG / dpa