Verbrannte Jacke auf dem Boden des ICEs, © Foto der Bundespolizei

Mutwillige Brandlegung im ICE

Ein 46-jähriger Este hat am letzten Donnerstag ein Feuer in einem ICE gelegt. Durch das schnelle Eingreifen einer Zugbegleiterin, konnte der Brand jedoch gelöscht werden.

 

Auf der Fahrt des ICE 1617 von Nürnberg nach München, kurz hinter Ingolstadt, bemerkte eine 23-jährige Zugbegleiterin, wie sich ein Mann auffällig an einer am Boden liegenden Jacke zu schaffen machte. Wenige Sekunden später fing die Jacke Feuer. Die Zugbegleiterin konnte die Flammen jedoch, mit einem schnellen Griff zum Feuerlöscher, unverzüglich im Keim ersticken.

 

Wegen einer kurzzeitigen Rauchentwicklung, wurden einige Fahrgäste gebeten, ihre Plätze zu wechseln. Dabei entstand keinerlei Personenschaden. Der Brand richtete außer einem kleinen Brandfleck keinen größeren Schaden an.

 

Brandloch im Teppich des ICEs, © Foto der Bundespolizei

 

Als der Zug im Münchner Hauptbahnhof einfuhr, wartete bereits die Bundespolizei auf den Mann. Nachdem er den freiwilligen Atemalkoholtest ablehnte, wurde er kurzerhand von den Beamten festgenommen. Es stellte sich heraus, dass der wohl stark alkoholisierte Mann, der aus Estland kommt und in den vergangenen Wochen bereits mehrfach straffällig geworden war.

 

In Rücksprache mit der Münchner Staatsanwaltschaft I wurde entschieden, dass der Wohnsitzlose am Samstag dem Haftrichter vorgeführt wird. Bevor er jedoch sein Urteil entgegen nehmen konnte, musste er zuerst in einem Klinikum in der Münchner Innenstadt wegen seines Alkoholkonsums behandelt werden.