U-Bahn in einem Münchner U-Bahnhof

MVV-Preiserhöhung: Fahrgäste rasend vor Wut

Eine Preiserhöhung wird kommen bei der U-Bahn und der S-Bahn in München – und das wohl noch in diesem Jahr.

Wie viel die Fahrgäste genau zahlen sollen, ist noch nicht vollkommen klar – sie ärgern sich dennoch bereits maßlos.

Zwischen drei und fünf Prozent tiefer in die Tasche greifen

Am kommenden Freitag, den 19. September 2014, treffen sich diejenigen, die über die neuen Fahrpreise zu entscheiden haben, bei der MVV-Gesellschafter-Versammlung.

Dort soll entschieden werden, wie viel es für die Beförderung durch die Region München in Zukunft mehr sein darf.

Im Gespräch waren zunächst zwischen fünf und sechs Prozent. Neuer Meldungen besagten,  zwischen drei und vier Prozent Erhöhung sollten es sein.

Die häufigste Zahl, die aus dem MVV-Umfeld zu hören war, waren fünf Prozent.

„Es wird kein Weg an einer deutlichen Fahrpreis-Anpassung vorbeiführen.“, sagte MVG-Chef Herbert König.

Eine Einzelfahrt würde im Falle einer solchen Preiserhöhung 13 Cent mehr kosten. Eine Monatskarte für den Innenraum würde dann schon knapp vier Euro mehr kosten.

 

Fahrgäste steigen aus

Die neueren Meldungen, die von einer Preiserhöhung 2014 um 3,6 Prozent ausgehen, ärgert die Fahrgäste immer noch:

„Eine MVV-Tariferhöhung von 3,6 Prozent ist im Hinblick auf eine Angebotsverbesserung von 0,0 Prozent, den ständigen Störungen und Unterbrechungen völlig unangemessen“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Wenn wir jetzt schon keine Mehreinnahmen durch die letzte Erhöhung haben, so ist dies ein mehr als gefährlicher Weg, der beschritten wird.“

 

 

Während die Passagiere „Ausbeute“ rufen, beschwichtigt OB Dieter Reiter:

„Ich bin froh, dass ich eine Tariferhöhung von sechs Prozent verhindern konnte. 3,6 Prozent, das ist zwar immer noch eine deutliche Erhöhung, doch die MVG hat mir überzeugend dargelegt, dass diese Erhöhung unbedingt notwendig ist, um den erforderlichen Ausbau der Leistungen finanzieren und die gestiegenen Kosten ausgleichen zu können.

Ich gehe davon aus, dass die Mehrheitsgesellschafter, die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern, das am Freitag so beschließen werden.“

adc / mvg / rathaus