Die Trambahn Linie 19 auf dem Weg zu ihrem Ziel., © Symbolfoto

Nach Attacke: Tram-Fahrer setzt Pfefferspray gegen Fahrgast ein

Nachdem ein Mann gegen die Tram schlug und den Fahrer attackierte, wehrte sich der Tram-Fahrer und sprühte dem Angreifer Pfefferspray ins Gesicht. 

 

 

Das öffentliche Verkehrsmittel mehr oder weniger regelmäßig zu spät kommen, sollte die meisten Münchner nicht überraschen. Die Gründe dafür sind vielseitig und hängen auch von dem jeweiligen Verkehrsmittel ab. Egal ob Notfalleinsatz, hohes Verkehrsaufkommen oder Betriebsstörung – Passagiere und Fahrzeugführer können meist nichts für die Verspätungen.

 

Am Dienstag um 17.45 Uhr auf der Tram Linie 19 war das diesmal allerdings anders. Die Bild berichtete von einem Zwischenfall zwischen dem Tram-Fahrer und einem Passagier. An der Haltestelle Agnes-Bernauer-Straße hielt die Tram und wurde für circa 15 Minuten aufgehalten.

 

„Nach Sichtung der Videobilder und einer ersten Aussage des Fahrers schlug der Mann zunächst mit seiner Sporttasche heftig gegen die Frontscheibe des anfahrenden Zuges“, berichtet MVG-Sprecher Matthias Korte gegenüber der Bild von dem Zwischenfall. Anschließend steigt der Fahrer aus der Tram, um das Fahrzeug auf Schäden zu überprüfen.

 

Rangelei zwischen Fahrer und Fahrgast

 

Daraufhin ging der Schläger auch auf den Fahrer los. Dieser reagierte auf den Angreifer, indem er ein Tierabwehrspray gegen ihn einsetzte und ihm das Mittel ins Gesicht sprühte. Doch auch damit war die Auseinandersetzung nicht beendet. Nachdem der Mann das Spray ins Gesicht bekam, warf er eine Thermoflasche auf den Fahrer und verletzte diesen dabei am Arm. Schließlich beendete die Polizei die Auseinandersetzung. Die Passagiere wurden anschließend mit Ersatzbussen weiter befördert.

 

Wieso der Tram-Fahrer ein Abwehrspray dabei hatte? Er wollte sich damit vor Hunde-Angriffen schützen, so Korte. Disziplinarische Folgen soll der Vorfall vorerst nicht haben. Polizeilich sieht die Sache dagegen anders aus. Die beiden Männer werden nun vermutlich wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.