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Nach der Saison ist vor der Saison: FC Bayern München rüstet sich für 2020/2021

Die aktuelle Fußballsaison war ein Wechselbad der Gefühle. Statt spannenden Matches gab es unerwartete Pausen, verkürzte Spielpläne und zahlreiche Unwägbarkeiten, die einen klassischen Ablauf unmöglich machten. Eines blieb jedoch unverändert: Der FC Bayern München hat die deutsche Bundesliga erneut für sich entschieden und kämpft aktuell noch um den Titel der Champions League. Mit der nahenden kommenden Saison schließt sich das Training nahtlos an. Verschnaufpausen sind keine in Sicht.

Das achte Jahr in Folge hat der FC Bayern München in der Saison 2019/2020 die Meisterschale entgegennehmen können. Verdienter Erfolg für eine Saison, die von turbulenten Ereignissen geprägt waren. Geisterspiele, Spielausfälle und ein stark komprimierter Spielplan, der kaum Pausen zuließ, hat die Münchener herausgefordert. Doch auch unter Druck performten die Spitzenspieler auf bekanntem Niveau. Besonders für den noch frischen Co-Trainer Hansi Flick zeigten sich die vergangenen Wochen als echtes Sprungbrett. Mit seinem Wissen und Know-how hielt er die Mannschaft in Zaum und sorgte für eine klare Linie. Das Ergebnis war ein Punktevorsprung, der die Bayern wieder an die Spitzenposition rückte.

Doch nicht nur auf der Trainerbank zeigte sich der Einsatz. Auf dem Spielfeld bewies Manuel Neuer einmal mehr, dass er Deutschlands bester Torhüter ist und stand bei allen Spielen seinen Mann. Zwar ließen die Vertragsverhandlungen abseits des Spielfeldes einige dunkle Wolken aufziehen, doch auch diese Front löste sich in Wohlgefallen auf. Neuer wird bis 2023 weiterhin als Kapitän für die Bayern spielen. Thomas Müller kämpfte sich zurück aufs Feld, nachdem er von Coach Kovac in den Hintergrund gedrängt wurde. Mit der Hilfe und dem Vertrauen von Hansi Flick machte sich Müller auf dem Platz wieder unverzichtbar und legte einige Steilvorlagen in den Spielen hin.

© Bild von Peter H auf Pixabay

 

Sieg in der Champions League?

Die Wiederaufnahme der Champions League bringt ein Stück Normalität mit sich. Der abrupte Abbruch der Matches und die ausbleibenden Spiele haben viele Fans ratlos zurückgelassen. Stadiongänge waren unmöglich und die Ungewissheit, wie es in den jeweiligen Ligen weitergehen würde, war groß. Doch der Verzug bringt aus anderer Sicht einen kleinen Vorteil mit. Durch die zeitlich eng getakteten Spiele sind Entscheidungen und Tabellenpositionierungen spannender denn je. Innerhalb weniger Tage können Mannschaften Plätze verlieren oder aufrücken. Unter diesen Umständen bekommen Sportwetten eine ganz neue Dynamik. Im Internet lässt sich sehen, wie sich die Quoten rasend schnell verändern und Teams der hinteren Plätze aufgrund von unerwarteten Siegen blitzschnell zu den Favoriten zählen können. Eine interessante Situation, die Aufmerksamkeit bedarf.

Mit gemeinsamer Kraft zeigte das Team, dass sie auch in Krisenzeiten eine Einheit sind. Jetzt hoffen die Fans darauf, diese Power ebenfalls im kommenden Spiel gegen Chelsea am 8. August zu sehen. Im Februar, als das Achtelfinale noch unter regulären Umständen ausgetragen wurde, schoss sich FC Bayern München mit einem klaren Vorteil von drei Toren in die nächste Runde. Chelsea musste kampflos eine Niederlage mit null Treffern einstecken. Sollte das Team um Trainer Kovac einen weiteren Sieg einstreichen, wäre schon kurz darauf der nächste Termin ab 12. August fällig. Wer der Gegner im Viertelfinale sein könnte, steht noch nicht fest.

 

Aussichten für die neue Spielzeit

Zwar ist die Champions League noch nicht beendet, aber die Trainingseinheiten für die Bundesliga nehmen schon Fahrt auf. Aufgrund von Hygienekonzepten und Vorschriften des Landes muss die Mannschaft unter bestimmten Voraussetzungen trainieren. Dazu gehören regelmäßige Tests und die Wahrung von Abstandsregelungen abseits des Platzes. Besonders ungewohnt dürfte jedoch das Cybertraining sein, welches die Spieler erst kürzlich begonnen haben. Initiator der ungewöhnlichen Maßnahme ist Hansi Flick, der seine Männer per Videochat vor dem Bildschirm versammelt und gemeinsam ein klassisches Training absolviert. Mit Ausdauereinheiten, Krafttraining und speziellem Fokustraining werden die Spieler fit und in Form gehalten.

© Bild von Gerhard G. auf Pixabay

 

Für die Neuzugänge Leroy Sané, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel dürfte das erste Training ohne Mannschaft ein ungewohntes Erlebnis sein. Doch bekanntermaßen schweißen außergewöhnliche Maßnahmen schneller zusammen und garantieren für einen stärkeren Zusammenhalt als langweilige Routine. Dies wird sich auch im verbleibenden Jahr nicht ändern. Aufgrund der verkürzten Abstände im Spielplan wird der Saisonbeginn im September starten und am 23. Dezember enden. Ein Weihnachtsfest der anderen Art steht allen Fußballfans in diesem Jahr ins Haus und wird für interessante Konstellationen auf dem Weihnachtsmarkt sorgen. Nach einer kurzen Pause wird im Januar 2021 die Saison fortgesetzt. Fußballhymnen statt Jingle Bells!

 

Hoffnung liegen auf Bayern

Trotz aller Erneuerungen, Engpässe und kürzeren Trainingsphasen brauchen Fans keine Angst um ihren Lieblingsverein zu haben. Die Bayern zeigen sich in alter Stärke und geben Anlass zur Hoffnung, dass auch die kommenden Ligentitel in greifbarer Nähe sind. Mit der neuen Zugkraft von Hansi Flick scheinen Neuer, Müller und Lewandowski zu unbekannter Form zu finden, die sie unberechenbar und noch stärker als zuvor macht. Moderner im Spiel und flexibel in ihren Aufstellungen nutzt die Mannschaft neue Ressourcen, die vorher unerkannt waren oder teilweise verschenkt wurden. Mit dieser neuen Intensität beziehen die Spieler Position und lassen sich auf unbekannte Variablen ein. Eine Taktik, die in Zukunft für kräftiges Klingeln auf dem Punktekonto sorgen wird. Mit diesen Vorzeichen kann die neue Saison 2020/2021 nicht früh genug starten.