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Nach Horror-Unfall mit drei Toten: Anklage gegen Autofahrer

München  – Nach einem Unfall mit drei Toten in München hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 61-Jährigen erhoben.

 

Die Behörde bestätigte am Donnerstag einen Bericht des „Münchner Merkurs“. Der Mann war laut Anklage im Herbst 2017 mit seinem Geländewagen und einer Geschwindigkeit von 128 Kilometern in der Stunde ungebremst in einen Kleinwagen gerast. Dieser hatte an einer Ampel gehalten und war gerade angefahren. Im Auto saßen vier junge Franzosen, die zum Oktoberfest in der Stadt waren. Die Feuerwehr sprach damals von einem Horror Unfall. Zunächst waren zwei der Insassen verstorben, später verstarb dann noch der 29-Jährige Fahrer, der an der Ampel gehalten hatte. Der damals 60 Jahre alte Fahrer des Geländewagens wurde laut Polizei nur leicht verletzt.

 

 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist bislang unklar, warum der 61-Jährige fast 80 km/h zu schnell fuhr und nicht bremste. Er sei nicht betrunken und auch nicht krank gewesen, sagte eine Sprecherin der Behörde. Er ist wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung angeklagt. Der Kleinwagen ging nach dem Aufprall in Flammen auf.

 

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Verhandelt werden soll der Fall wegen des großen öffentlichen Interesses vor dem Schöffengericht. Wann der Prozess losgeht, ist allerdings noch nicht bekannt.

 

dpa/pm