Wurst Wiener Wurst-Theke, © Symbolfoto

Nach Listeriose-Ausbruch: SPD erhebt schwere Vorwürfe gegen Ministerium

Nachdem die gefährliche Infektionskrankheit Listeriose ausgebrochen ist, erhebt die SPD-Landtagsfraktion nun schwere Vorwpürfe gegen das Verbraucherschutzministerium.

 

Nach dem tödlichen Listeriose-Ausbruch vor allem in Süddeutschland hat die SPD-Landtagsfraktion schwere Vorwürfe gegen das bayerische Verbraucherschutzministerium erhoben. Obwohl sich der Verdacht ergeben habe, dass Fleisch und Wurst in süddeutschen Supermärkten die Quelle der Bakterieninfektion sein könnten, sei nicht genauer hingeschaut worden, erklärte SPD-Verbraucherschutzexperte Florian von Brunn am Freitag in München. Damit habe das Ministerium „an der Grenze zur Fahrlässigkeit“ agiert.

 

Das Ministerium habe weder die für die Kontrollen vor Ort zuständigen Landratsämter für den Listeriose-Ausbruch sensibilisiert noch sich gezielt Risikobetriebe vorgenommen. Dies gehe aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage seinerseits hervor, sagte Brunn. „Das ist völlig unverständlich.“

 

Bei einer Selbstkontrolle im November 2015 waren in der inzwischen geschlossenen Großmetzgerei Sieber in Geretsried bei München Listerien genau des Stamms gefunden worden, der die Infektion ausgelöst hatte. Davon hätten aber zunächst weder die Behörden noch die Öffentlichkeit erfahren. Vor wenigen Wochen wurde dann gegen die Firma ein Betriebs- und Vertriebsverbot verhängt sowie der deutschlandweite Rückruf der gesamten Ware veranlasst.

 

Erst Donnerstag kam ein weiterer Fall dazu:

 

Fürstenfeldbruck: Listerienverdacht bei Hofmetzgerei in Biburg – Verkaufsstopp

 

dpa/ad