Ein schwarze Pistole liegt auf einem Tisch, © Symbolfoto Waffe

Nach Schüssen in Großhadern: Polizei nimmt Stellung

Nachdem die Polizei im Klinikum Großhadern auf einen randalierenden Mann geschossen hat, veröffentlicht das Polizeipräsidium nun seinen ersten offiziellen Bericht zu dem Vorfall. Nach ersten Einschätzungen sei der Schusswaffengebrauch rechtmäßig gewesen.

 

Am Donnerstag, 25.09.2015, gegen 18:50 Uhr, riefen Mitarbeiter des Klinikums Großhadern die Polizei um Hilfe, da ein 28 Jahre alter amerikanischer Soldat, der im Krankenhaus behandelt wurde, randalierte und Personen angriff. Wenig später trafen zwei Polizeistreifen am Einsatzort ein. (Lesen sie hier den ersten Bericht zum Vorfall)

 

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Die Beamten trafen den Mann, der zwischenzeitlich drei Feuerlöscher von der Wand gerissen hatte und damit Krankenhausmitarbeiter bedroht und einen Patienten verletzt hatte, im Bereich der Notaufnahme an. Er hatte noch einen Feuerlöscher in den Händen und ging mit diesem nun auf die uniformierten Polizisten los.

© Mit diesem Feuerlöscher wollte der Randalier mehrere Menschen attackieren

Trotz Appellen in deutscher und englischer Sprache, stehen zu bleiben, ging der Patient mit erhobenem Feuerlöscher weiter auf die Beamten und einen Arzt zu. Um den lebensbedrohlichen Angriff abzuwenden, gab ein Beamter einen Schuss auf die Beine des Mannes ab, was jedoch wirkungslos blieb. Daraufhin schoss der Polizist ein zweites Mal auf die Beine, was den Soldaten stoppte. Bei der Schussabgabe
kam es zu keiner Gefährdung Dritter.

Anschließend wurde der Amerikaner ärztlich versorgt. Es bestand für ihn zu keiner Zeit Lebensgefahr.

 

Der Schusswaffengebrauch wird von der Staatsanwaltschaft München I unterstützt durch das Bayerische Landeskriminalamt untersucht.

Nach derzeitiger Einschätzung wird von einem rechtmäßigem Schusswaffengebrauch nach einer Notwehrsituation ausgegangen.

 

Die Ermittlungen zu den Straftaten des Soldaten (u.a. versuchte und vollendete gefährliche Körperverletzung) führt das Polizeipräsidium München.

 

Polizeibericht

 

(Symbolfoto)