Die Bundespolizei stellt Randalierer in der S-Bahn, © Symbolfoto

Nach Wiesn-Schlägerei: Mordkommission fasst Tatverdächtigen

Am Sonntag, den 24.9.17,  ist ein 34-jähriger Münchner um kurz vor Mitternacht lebensgefährlich verletzt worden (münchen.tv berichtete). Nun stellte sich der Tatverdächtige der Polizei.

 

Am mittleren Wiesn-Sonntag kam es gegen Mitternacht in der Paul-Heyse-Unterführung zu einer Schlägerei, bei der ein 34-jähriger Münchner so schwer verwundet wurde, dass er mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

 

In der Klinik musste der 34-Jährige notoperiert werden. Seither liegt er im künstlichen Koma. Nachdem der Tatverdächtige unerkannt flüchtete, nahm die Mordkommission die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags auf und startete einen Zeugenaufruf.

 

 

Aufgrund des Aufrufs in den Medien meldeten sich mehrere Zeugen, wobei einige jedoch andere Situationen beobachtet hatten. Allerdings führte die Berichterstattung auch dazu, dass sich der Tatverdächtige am vergangenen Donnerstag in Begleitung eines Rechtsanwaltes bei
der Mordkommission stellte und das Geschehen aus seiner Sicht schilderte.

 

Nun steht die Mordkommission vor einem schwierigen Fall, denn die Zeugenaussagen wichen teils erheblich voneinander ab. Nachdem der Sachverhalt bislang nicht eindeutig geklärt werden konnte, wurde der Tatverdächtige, ein 30-jähriger Barkeeper,  nach der Vernehmung zunächst wieder entlassen.

 

Die Mordkommission ermittelt nun weiter. Der verprügelte 34-jährige Münchner ist jedoch nach wie vor in stationärer Behandlung und nicht vernehmungsfähig.

 

kp