© Symbolfoto einer anderen Rettungsaktion in der Münchner Isar - Foto: Berufsfeuerwehr München

„Fahrverbot auf der Isar“: Landratsamt verlängert Allgemeinverfügung

Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen zieht Konsequenzen aus dem hohen Wasserstand der Isar und den damit verbundenen zahlreichen Rettungseinsätzen: Schlauchbootfahrer, etc. werden zur Zwangspause verdonnert. Das Befahren der Isar ist Abschnittsweise per Allgemeinverfügung verboten.

+++Update+++

Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen hat das Verbot bis auf weiteres verlängert. Derzeit kann in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt die Strecke nicht freigegeben werden. Noch immer ist die Gefahr für Bootsfahrer zu groß.

 

Seit dem Hochwasser Ende Juli, Anfang August 2014 hat sich an verschiedenen Stellen in der Isar Treibholz angesammelt. Gleichzeitig haben sich Baumstämme darin verkeilt und stellen zusammen mit den oft nicht sichtbaren, unter Wasser liegenden Ästen eine Gefahr für Schlauchbootfahrer, Kajakfahrer, Kanuten und sonstigen Nutzern dar. Zahlreiche Einsätze der Wasserwacht und des Rettungsdienstes zur Bergung und Rettung verunglückter Wassersportler in den letzten Tagen bestätigen diese Gefahr.

Das Landratsamt Bad Tölz – Wolfratshausen hat daher das Befahren der Isar von der Tattenkofener Brücke (St.2369) bis zur Marienbrücke in Wolfratshausen (St. 2070) untersagt.

 

 

Warnungen ignoriert, Wasserwacht bedroht und gekentert

Wie der Isar-Loisachbote berichtet waren am Wochenende auch Schlauchbootfahrer explizit von einem Mitarbeiter der Wasserwacht vor den Gefahren gewarnt worden. Sie hatten diese Warnung ignoriert und mussten gerettet werden, als sie in eine Notlage gerieten. Ein Freizeitbootfahrer habe dem Helfer sogar gedroht. Wenige Minuten später kenterte er.

 

Wie berichtet, mussten auch bei der Marienklause in München erst kürzlich mehrere Schlauchbootfahrer an einem Tag gerettet werden. Der hohe Wasserstand und die Gefahr der Isar wird immer wieder unterschätzt. Markus Haiß berichtet: