Neue Welle: Kommt ein Surf-Platz nach Wolfratshausen

Seit Mai 2013 setzt sich das Surfing-begeisterte Ehepaar Kastner nun schon für die erste bayernweit künstlich angelegte Surfwelle ein. Jetzt soll dieser Traum in Erfüllung gehen.

 

Es könnte eine bayernweit einzigartige Attraktion werden. Der 46-jährige Marcus Kastner und seine Frau Stefanie setzen sich schon seit Mai 2013 für eine künstlich angelegte Flusswelle in der Loisach ein. Anders als die Surferwelle am Eisbach könnte diese durch den Einbau einer verstellbaren Stahlkonstruktion für Anfänger und Fortgeschrittene angepasst werden. Und auch Kajakfahrer sollen irgendwann über das Gefälle in der Loisach paddeln können. Je nachdem, wie viel Wasser vorhanden ist, könnte die acht Meter breite Welle zudem variabel eingestellt werden

 

Bei ihrem Plan wurden die beiden von Anfang an von Stadt und Verwaltung unterstützt. Nun hat sich auch der Stadtrat mit 22 zu 2 Stimmen für den Bau der Surfwelle ausgesprochen. 100.000 Euro werden dafür aus dem Wolfratshauser Haushalt bereitgestellt. Außerdem ist die private Initiative mit einer Förderung von etwa 160 000 Euro durch das europäische Leader-Förderprogramm verknüpft.

 

Und auch mit prominenter Unterstützung kann die Surfer-Initiative werben: Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau posieren schon mit dem blauen Surfbrett von „Surfing Wolfratshausen“. Etwa 60.000 Euro müssen die begeisterten Surfer allerdings noch selbst auftreiben. Dazu wollen sie einen Verein gründen und Spenden sammeln. Auch die Baumaßnahme muss noch geplant werden, dazu braucht es weitere Gutachten und Genehmigungen.

 

Der nächste Sommer wird daher wohl noch ohne die Wolfratshauser Welle auskommen müssen. „Übernächstes Jahr ist realistisch und wäre schön“, meint Stefanie Kastner zum Start des Surf-Spots.

 

sf