Neuer Ballettchef Zelensky zur Krim-Krise

Der russische Ballettstar Igor Zelensky hofft auf eine friedliche Lösung der Krim-Krise. «Ich bin kein Politiker, aber sie sollten sich an einen Tisch setzen und sich beruhigen», sagte der künftige Chef des Bayerischen Staatsballetts am Donnerstag in München. Er hoffe, dass der Konflikt mit friedlichen Mitteln gelöst werde, sagte er und meinte: «Kunst rettet die Welt.» Zelensky wird im September 2016 Nachfolger von Ivan Liska als Direktor des Bayerischen Staatsballetts.

«Seine weltweiten Kontakte bilden die Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Balletts», sagte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU). Und der Chef der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, der als Intendant auch das Ballett unter sich hat, betonte: «Herr Zelensky ist nicht nur als Tänzer ein Weltstar, er hat auch Leitungserfahrung.»

1988 debütierte Selenski am St. Petersburger Mariinski-Theater, als Gastsolist trat er seither mit den renommiertesten Compagnien der Welt auf – auch beim Bayerischen Staatsballett, mit dem er vor 15 Jahren das erste Mal auf der Bühne stand.

Seit 2006 ist Zelensky Leiter des Balletts am Staatstheater Novosibirsk und seit 2011 zusätzlich künstlerischer Ballettdirektor am Stanislawski Nemirowitsch-Dantschenko Musiktheater in Moskau.

Über seine Pläne für das Staatsballett verriet er am Donnerstag noch nichts – bis auf den Leitspruch «Denke global, lebe lokal». Auch unter Zelensky, der Liska in der Saison 2016/17 nach acht Jahren ablöst, soll sich an der Organisationsstruktur des Balletts, das ohne eigene Intendanz der Oper zugeordnet ist, nichts ändern, betonten Bachler und Spaenle.

 

 

 

 

jn / dpa