Neues vom Nockherberg: politisches Derblecken 2019

„Das kleine Glück oder da müsste mal was gemacht werden“ ist der Titel des Singspiels beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Am Donnerstag stellten Autoren und Regisseure die Neuheiten des traditionellen politischen Derblecken vor.

 

Bald ist es wieder soweit: am Dienstag, den 12. März, werden Politikern beim traditionellen Starkbieranstich in München die Leviten gelesen. 2019 gibt es einige Neuheiten beim politischen Derblecken auf dem Nockherberg. Autoren und Regisseure versprechen ein musikalisches, dramatisches Kunstwerk mit viel Humor.

 

Seit dem vergangenen Derblecken gab es sowohl an der Spitze des Freistaats als auch in der CSU einen Machtwechsel. Damit wird Ministerpräsident und Parteichef Markus Söder auch beim Singspiel am kommenden Dienstag im Mittelpunkt stehen. Im Vergleich zu den Vorjahren soll der CSU-Vorsitzende allerdings weichgespülter dargestellt werden. Das kündigte Stefan Betz, einer der beiden Autoren und Regisseure, am Donnerstag an.

 

Einer der Höhepunkte in diesem Jahr: die neue politische Männerfreundschaft zwischen Ministerpräsident Markus Söder und seinem Stellvertreter Hubert Aiwanger. Schauspieler Stephan Zinner wird auch 2019 als Söder-Double auftreten, während Aiwanger durch Florian Fischer verkörpert wird. Neu auf der Bühne sind die Fraktionschefin der bayerischen Grünen, Katharina Schulze, und die SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles.

 

Neu ist 2019 auch der Fastenprediger: Schauspieler Maxi Schafroth löst Luise Kinseher ab, die als Mama Bavaria acht Jahre lang den Spitzenpolitikern die Leviten gelesen hat. Am Donnerstag kündigte Schafroth an, er werde keine politischen Gruppierungen schonen. Anders als seine Vorgängerin wolle er ohne Kostüm, sondern als er auftreten. Seine Wunsch, Bundeskanzlerin Angela Merkel am Nockherberg zu sehen, geht nicht in Erfüllung. Wie ein Sprecher der Paulaner Brauerei, die den Abend veranstaltet, ankündigte, hat Merkel bereits abgesagt. Auch Horst Seehofer und Andrea Nahles werden voraussichtlich fehlen.

 

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