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Noch keine Entscheidung über Preislimit beim Wiesn-Bier

Kommt das Preisdiktat für das Wiesnbier? Die Entscheidung darüber verzögert sich einmal mehr. Frühestens nächste Woche will der Münchner Stadtrat daüber befinden, ob der Preis für die Oktoberfest-Maß gedeckelt wird.

 

Der Münchner Stadtrat will erst in seiner Vollversammlung am 17. Mai über die umstrittene Bierpreisbremse für die Oktoberfest-Maß entscheiden. Das Thema wurde am Dienstag im Wirtschaftsausschuss auf das Plenum vertagt.

 

Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) will den Bierpreis für drei Jahre bei 10,70 Euro deckeln und die Wirte zur Finanzierung der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einer Umsatzpacht zur Kasse bitten. Zudem will er das Oktoberfest um einen Tag verlängern. Umstritten sind das Preislimit für das Wiesn-Bier und der Zusatztag sind umstritten.

 

Über die Umsatzpacht gibt es zwar auch unterschiedliche Vorstellungen, jedoch dürfte im Rathaus wohl grundsätzlich Einigkeit zu erzielen sein. Die Bierpreisbremse jedoch, mit der Schmid verhindern will, dass die Wirte ihre Mehrkosten auf die Besucher abwälzen, ist heftig umstritten. Viele Stadträte lassen bereits kaum Zweifel, dass sie hier nicht mitgehen werden. Auch bei dem Zusatztag gibt es keinen Konsens.

 

Offiziell bleiben eine gute Woche vor der Entscheidung im Plenum die Aussagen spärlich. «Das werden wir nächste Woche beschließen», sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

 

Insgesamt kostet das größte Volksfest der Welt die Stadt als Veranstalterin nach Schmids Angaben rund elf Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon entsteht durch erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Unter anderem waren im vergangenen Jahr rund 200 Ordner zusätzlich eingestellt und das Gelände des Volksfestes vollständig umzäunt worden. Auch dieses Jahr soll es verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und damit erhöhte Kosten geben.

 

Schmid will Bierpreis auf dem Oktoberfest deckeln

 

 

Schmid streitet mit den Wiesn-Wirten über Bierpreisdeckelung

 

dpa