Beate Zschäpe steht im Verhandlungssaal des NSU-Prozesses, © Beate Zschäpe im Oberlandesgericht

NSU-Prozess: Beate Zschäpe stellt erneut Befangenheitsantrag

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat einen neuen Befangenheitsantrag gegen das Gericht im Münchner NSU-Prozess gestellt. Damit ist ungewiss, wie die Verhandlung am Dienstag verlaufen wird.

 

 

München (dpa/lby) – Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur reichte Zschäpe den Antrag bereits am Wochenende schriftlich ein.  Sie reagierte damit darauf, dass das Gericht erneut die Abberufung ihrer Verteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm ablehnte. Mit allen Dreien streitet sie seit Monaten.

Das Gericht hat für Dienstag keine Zeugen geladen. Der Senat teilte auch nicht mit, was er stattdessen geplant hat. Erst am Mittwoch und Donnerstag sollen Zeugen aussagen. Offen ist allerdings, ob diese beiden Verhandlungstage nach Zschäpes neuem Befangenheitsantrag stattfinden werden.

Zschäpe ist die einzige Überlebende des NSU-Trios. Sie ist für die Serie von zehn Morden angeklagt, die dem NSU zur Last gelegt werden. Neun der Opfer waren türkische und griechische Gewerbetreibende, die nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft aus rassistischen Motiven getötet wurden.

 

Heute soll Beate Zschäpes Antrag im Münchner Oberlandesgericht verlesen werden. münchen.tv hält Sie über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden.

 

Verwandte Artikel zum Thema NSU-Prozess:

NSU-Prozess: Zschäpe beantwortet Fragen

NSU-Prozess: Wohlleben betreitet Beschaffung von Waffe