Beate Zschäpe steht im Verhandlungssaal des NSU-Prozesses, © Beate Zschäpe im Oberlandesgericht

NSU-Prozess: Fortsetzung erst bei Anwesenheit von Zschäpe

Der NSU-Prozess soll fortgesetzt werden, sobald Beate Zschäpe wieder da ist.

 

Nach fast zwei Tagen Pause soll am Donnerstag der Münchner NSU-Prozess fortgesetzt werden – vorausgesetzt, die Hauptangeklagte Beate Zschäpe ist wieder verhandlungsfähig. Der Prozesstag am Mittwoch war wegen einer Erkrankung der 39-Jährigen komplett ausgefallen. Und auch am Dienstag war die Verhandlung nach nur einer guten halben Stunde unterbrochen worden – Zschäpe hatte nach Erhalt einer unbekannten Nachricht über Übelkeit geklagt. Als Zeugen für Donnerstag sind unter anderem Urlaubsbekanntschaften der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen sowie Wohnmobilvermieter geladen. Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ aus Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt werden unter anderem zehn Morde zwischen 2000 und 2007 angelastet, davon neun an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und ein Mord an einer Polizistin.

 

rr/dpa