König Ludwig, Denkmal, Corneliusbrücke, Kini, © Bauplan des neuen König Ludwig ll. Denkmals

Nun also doch: König-Ludwig-Statue soll an den „Märchenkönig“ erinnern.

Sein Traum vom ersehnten neuen Denkmal des Kinis scheint nun doch wahr zu werden. Dietmar Holzapfel hat sich lange für eine neue Statue von König Ludwig II stark gemacht.

 

Die Stadtrats-CSU zeigt sich schon länger begeistert von dem Projekt eines neuen Kini-Denkmals. Nun will der Bauausschuss nächste Woche über das Thema neu abstimmen. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ist zuversichtlich, dass die SPD sie bei dem Vorhaben unterstützen werde.

 

Die Touristen würden Ludwig II noch immer verehren. Es ginge auch darum, an unsere Geschichte zu erinnern, sagt Holzapfel. Aktuell ist der Platz auf der Corneliusbrücke nicht gerade bekannt als Magnet für Gäste aus aller Welt. Graffiti an der Mauer, eine trostlose Wiese und die Überbleibsel des ehemaligen Denkmals wurden beschmiert. Nur noch eine Büste erinnert an den sogenannten Märchenkönig. Im zweiten Weltkrieg wurde die 3,20 Meter hohe Statue aus Bronze eingeschmolzen. 1969 verschwand auch noch der Rest.

 

 

Über den Wiederaufbau wurde im Stadtrat in den vergangen Jahren immer wieder diskutiert. Nicht alle waren der Auffassung, dass es eines neuen Denkmals bedarf. Allein der finanzielle Aufwand würde in keinem Verhältnis stehen, hieß es seitens der Stadtrats-SPD. Florian Roth von den Grünen sagte einst: „Wir haben andere wichtige Aufgaben im 21. Jahrhundert, sei es Bildung, Wohnen, Verkehr.“ Außerdem würde man heute keine figürlichen Denkmäler mehr bauen. Dietmar Holzapfel wollte sich mit damit zu keinem Zeitpunkt abfinden. Als Anschub für die Finanzierung spendet der Kini-Fan zusammen mit seinem Mann 150.000 Euro an die Stadt.

 

 

Insgesamt jedoch könnten sich die Kosten für eine Realisierung des neuen Denkmals auf 500.000 Euro belaufen. Demnach hofft man auf weitere Spenden. Holzapfel ist überzeugt, dass man die Finanzierung auch ohne staatliche Mittel bewältigen könne. Bis es jedoch soweit ist, bleibt der Kopf des Königs alleine und wacht in Richtung Süden über die Isar.