G7: Grenzkontrollen wieder möglich, © Foto: Bundespolizei

Obersendling: Festnahme eines scheinbar Selbstmordgefährdeten

Die Polizei hat einen jungen Mann, der schon länger im Internet mit Selbstmord und Mord gedroht hatte, in Obersendling festgenommen, nachdem er eine Schreckschusswaffe abfeuerte.

Amok-Androhungen auf Facebook

Ein 25Jahre alter Münchner stellte am 21. Juli 2014 in seinem Facebook-Profil zwei Videos ein. In diesen war er mit einer Schusswaffe zu sehen. In einem der Videos gab er auch Schüsse ab.

Er kommentierte die Szenen mit Gesten und Worten, die auf einen Suizid hindeuteten. Zudem äußerte er ergänzend, dass er dazu noch Ausländer umbringen werde. Die Münchner Polizei erhielt Kenntnis von diesem Sachstand und leitete daraufhin Fahndungsmaßnahmen nach dem 25- Jährigen ein. Im Rahmen der Fahndung wurde gegen 16 Uhr bekannt, dass gegenüber eines Verbrauchermarktes in Obersendling, eine Person mit einer Schusswaffe in die dortige Wiese geschossen habe. Die Beschreibung des Täters traf auf den bereits Gesuchten zu.

Kurz darauf konnte er schließlich vor seiner Wohnung durch Polizeibeamte festgenommen werden. Die auf den Videos zu sehende Waffe führte er ungeladen mit sich. Bei der sichergestellten Waffe handelt es sich um eine Schreckschusspistole. Aufgrund der Suizidäußerungen wurde er in eine psychiatrische Einrichtung überstellt. Gegen den 25-Jährigen laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. In der Vergangenheit wurde gegen ihn bereits einmal wegen rechtsmotivierter Äußerungen ermittelt.

PP / adc