Polizei-Sicherheit auf dem Oktoberfest, © Symbolfoto

Oktoberfest 2014: Der Wiesn-Polizeibericht (Montag)

Zahlreiche Taschendiebe festgenommen, Falschgeld aufgetaucht, Handtaschenraub, keine Gewaltdelikte.

 

Taschendiebe auf der Wiesn festgenommen

 

Am Sonntag, 21.09.2014, gegen 22.00 Uhr, wurde von Berliner Taschendiebfahndern, die zur Unterstützung des Polizeipräsidiums München auf dem Oktoberfest eingesetzt sind, ein Geschwisterpärchen inflagranti beobachtet, wie sie in einem Festzelt neuseeländischen Touristen eine Digitalkamera sowie ein Mobiltelefon aus Handtaschen entwendeten. Zudem unternahmen sie zwei weitere erfolglose Diebstahlsversuche.

 

Nach ihrer vorläufigen Festnahme durch Polizeibeamte des Polizeipräsidiums München wurden die Beiden durchsucht und ein weiteres Mobiltelefon, welches bereits im Mai diesen Jahres einem 28-jährigen Griechen an der U-Bahnstation Neuperlach-Süd aus der Hosentasche entwendet worden war, kam zum Vorschein.

 

Die 30-Jährige und ihr 17-jähriger Bruder waren bereits einschlägig bekannt, daher wurde ein Betretungsverbot für die Wiesn beantragt. Sie wurden nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

 

 

Taschendiebstahl durch Video beobachtet

 

Am Sonntag, 21.09.2014, gegen 15.15 Uhr, wurde von den Videobeobachtern der Festwiesenwache ein 27-Jähriger beobachtet, wie er sich einer am Hügel West liegenden 23- jährigen Oktoberfestbesucherin annäherte und im Anschluss versuchte, ihr Mobiltelefon zu entwenden. Er legte sich sein betrunkenes Opfer zurecht und zog ihr dann das Handy unter dem Körper heraus und steckte es sich in sein Hemd. Der 27-Jährige konnte daraufhin im näheren Umfeld durch zivile Polizeibeamte festgenommen werden.

 

Taschendieb in Bierzelt festgenommen

 

Am gestrigen Sonntag, 21.09.2014, gegen 20.30 Uhr, fiel ein zunächst unbekannter Mann den Taschendiebfahndern aus Frankfurt und Wien, die zur Unterstützung des Polizeipräsidiums München auf dem Oktoberfest eingesetzt sind, auf. Dieser hielt offensichtlich ständig Ausschau nach abgelegten Handtaschen und somit günstigen Diebstahlsgelegenheiten.

 

Im Verlauf der darauffolgenden Observation konnten mehrere Diebstahlsversuche beobachtet werden, die jedoch allesamt aufgrund diverser ungünstiger Umstände scheiterten. Daraufhin erfolgte schließlich die Festnahme eines 38-Jährigen.

 

 

Taschendieb bei mehreren Delikten beobachtet und festgenommen

 

Am Sonntag, 21.09.2014, wurde ein 41-Jähriger beim versuchten Taschendiebstahl beobachtet. Hierbei deckte er seine Hand mit seiner Jacke ab und öffnete den Reißverschluss einer Handtasche. Hierbei wurde er durch Taschendiebfahnder aus Frankfurt am Main beobachtet.

 

Nachdem der 41-Jährige feststellte, dass sich in der Handtasche lediglich Zigaretten befanden, begab er sich zum nächsten Festzelt. Dort wurde er durch die zur Unterstützung eingetroffenen belgischen Taschendiebfahnder bei zwei weiteren Taschendiebstählen beobachtet. Die Beamten der Münchner Taschendiebfahndung nahmen ihn daraufhin fest. Ein Wiesn-Verbot wird beantragt.

 

Falscher Fünfziger auf der Wiesn

 

Ein 31-jähriger Italiener bestellte am Sonntag, 21.09.2014, gegen 14.00 Uhr, bei einer 62-jährigen Kellnerin eine Portion Würstel und wollte diese mit einem 50-Euro-Schein bezahlen. Die aufmerksame Bedienung stellte bei Betrachtung des Geldscheins fest, dass die Sicherheitsmerkmale nur aufgedruckt waren und dieser somit gefälscht war. Sie verweigerte die Ausgabe des Essens und verständigte den Sicherheitsdienst.

 

Nachdem der Täter kurz verschwunden war, konnte er kurze Zeit später wieder entdeckt und den eingesetzten Polizeibeamten übergeben werden. Eine Durchsuchung ergab, dass er vier gefälschte 50-Euro-Scheine in seinem Geldbeutel und einen 50-Euro-Schein in seiner hinteren linken Hosentasche hatte. Die gefälschten Geldscheine wurden sichergestellt. Nach erfolgter Sachbearbeitung wurde der 31-Jährige der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

 

Waffen bei Zugangskontrollen zur Wiesn entdeckt 

Der aufmerksamen Wahrnehmung von Polizeibeamten war es zu verdanken, dass am Sonntag, 21.09.2014, gegen 11.30 Uhr, bei Zugangskontrollen ein Einhandmesser, ein Schlagring und ein Reizgasspray entdeckt werden konnten.

 

Während das Reizgasspray und das Einhandmesser zwar grundsätzlich als waffenerlaubnisfrei einzustufen waren, ergingen dennoch Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen einen 26-Jährigen und einen 34-Jährigen. Diese Gegenstände dürfen auf dem Oktoberfest nicht mitgeführt werden. Bereits der Besitz eines Schlagrings ist gemäß Waffengesetz als verbotener Gegenstand einzustufen und wurde daher mit einer Strafanzeige gegen einen 26-jährigen Franzosen geahndet.

 

 

 

Verdacht auf eine Straftat mit rechtsradikalem Hintergrund bestätigt sich nicht

Einem aufmerksamen Oktoberfestbesucher fiel am gestrigen Sonntag, 21.09.2014, in einem Festzelt ein Sicherheitsmitarbeiter auf, dessen Ordnernummer „44“ augenscheinlich in Form der SS-Rune dargestellt war. Diesen Ausweis fotografierte er anschließend. Anstatt dies jedoch der Polizei zu melden, entschied sich der Besucher für einen anderen Weg und stellte das Bild über Twitter ins Internet. Dadurch wurde auch die Wiesnwache unmittelbar aufmerksam auf den Vorfall.

 

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Sicherheitsdienst des Festzeltes stellte sich der Sachverhalt wie folgt dar: Eine 30- jährige Schreibkraft des Sicherheitsdienstes hatte ihre eigene Schreibweise der Ziffer 4. Ein Blick auf weitere Ausweise, die die Ziffer 4 beinhalteten, bestätigte dies. Der betreffende Ausweis wurde im Anschluss in eine übliche Schreibweise umgeändert.

 

 

Handtaschenraub nach Wiesnbesuch

Am Samstag, 20.09.2014, befand sich eine 37-Jährige auf dem Nachhauseweg nach einem Oktoberfestbesuch. Auf dem Weg zur U-Bahn wurde sie von einem bislang unbekannten Mann angesprochen. Während sie sich über Belanglosigkeiten unterhielten, griff der Mann nach der Handtasche und wollte sie der 37-Jährigen entreißen. Trotz heftiger Gegenwehr gelang es dem Täter, der Geschädigten die Tasche, in der sich neben persönlichen Papieren, auch ein kleiner Bargeldbetrag befand, zu entreißen.

 

Nachdem der Trageriemen riss, stürzte die 37-Jährige und zog sich dabei eine Schürfwunde am linken Knie zu. Aufgrund ihrer Hilferufe kümmerte sich ein Rikschafahrer um sie und brachte sie zur Anzeigenerstattung zum Polizeipräsidium.

 

Täterbeschreibung:

Männlich, 25-30 Jahre, ca. 160-165 cm, schwarze, kurze, gelockte Haare, sprach deutsch; bekleidet mit T-Shirt, näheres nicht bekannt.

 

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.