Wiesn: Polizeistreife auf dem Münchner Oktoberfest

Oktoberfest 2017: Die Polizeiberichte vom dritten Wiesn Tag (18.9.2017)

Zwei sexuelle Übergriffe, Angriff auf Polizisten, Maßkrug-Schlag und Taschendiebe – Das sind die Polizeieinsätze vom ersten Wiesn-Sonntag.

 

Sexuelle Übergriffe

 

Zwei sexuelle Übergriffe meldet die Wiesn-Wache der Münchner Polizei in ihrem heutigen Bericht vom Oktoberfest 2017. Nun hoffen die Ermittler auf Zeugen oder Hinweise bei der Suche nach weiteren Opfern. In einem Fall wurde eine Münchnerin in einem Festzelt belästigt, in einem weiteren eine 30-jährige auf dem Oktoberfestgelände. Die Täterbeschreibungen und Zeugenaufrufe, sowie weitere Informationen dazu haben wir hier gesondert zusammengefasst.

 

 

 

Besucher eines Festzeltes schlägt anderem Gast einen Maßkrug ins Gesicht

 

Ein 24-jähriger Münchner schlug einem 50-jährigen Wiesn-Besucher in einem Festzelt einen Maßkrug ins Gesicht. Der Sicherheitsdienst hielt die Beteiligten bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der 50-Jährige erlitt eine starke Schwellung an der linken Schläfe und wurde vom Wiesn-Rettungsdienst versorgt. Den Tatverdächtigen erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

 

 

Belgier greift Wiesn-Gast an und tritt einem Polizisten in den Rücken

 

Am Montag, 18.09.2017, gegen 23.00 Uhr, schlug ein 33- jähriger belgischer Wiesn-Besucher einem 53-jährigen Wiesn- Besucher unvermittelt mit der Hand ins Gesicht. Der 53-Jährige wurde hierbei nicht sichtlich verletzt und klagte lediglich über leichte Schmerzen im Gesicht. Der 33-jährige Tatverdächtige wurde anschließend von einer Einsatzgruppe der Polizei vom Festgelände begleitet. Dies wollte der Mann allerdings nicht einsehen und ging nun die am Eingang stehenden Ordner an. Aus diesem Grund wurde er von der Polizei in Sicherheitsgewahrsam genommen und in Richtung der Wiesn- Wache gebracht. Auf dem Weg dorthin trat einem der eingesetzten Polizeibeamten in den Rücken. Dieser erlitt trotz einer getragenen Schutzweste durch den Tritt eine Prellung, wurde aber nicht bleibend verletzt und konnte seinen Dienst fortsetzen. Der Tatverdächtige wird dem Haftrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

 

 

 

Mitarbeiter eines Festzeltes werden von Taschendiebfahndern beim Stehlen ertappt

Am Montag wurden von den spanischen Taschendiebfahndern zwei Angestellte eines Festzeltes im Alter von 19 und 20 Jahren dabei beobachtet, wie sie zwei abgelegte Jacken an sich nahmen. Diese durchsuchten sie nach Wertgegenständen und verließen damit das Zelt. Kurz danach konnten sie mit Unterstützung der Kölner Taschendiebfahnder festgenommen werden. Beide wurden der Haftanstalt überstellt, da sie keinen festen Wohnsitz vorweisen konnten.

 

Video: An viel besuchten Plätzen haben Taschendiebe leichtes Spiel. Um auf das Thema aufmerksam zu machen und Reisende zu warnen, ist der Präventionsbeauftragte der Bundespolizei regelmäßig am Münchner Hauptbahnhof unterwegs.

 

Taschendiebfahnder können weiteren Erfolg verbuchen

 

Am Montag fühlten sich drei irakische Taschendiebe im Alter von 19 und 22 Jahren offenbar unbeobachtet, als sie in einem Festzelt zwischen den Reihen umhergingen und sich nach Diebesgut umsahen. Nachdem sie einem 29-jährigen Wiesn-Besucher aus Südafrika den Geldbeutel entwendet hatten, wurden sie von den Taschendiebfahndern festgenommen. Der 22-jährige Täter wurde der Haftanstalt überstellt, da er einen offenen Haftbefehl hatte. Seine Mittäter wurden nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung wieder entlassen.

 

 

Technischer Defekt an einem Fahrgeschäft

Am Montag kam eine Wiesn- Einsatzgruppe zufällig an einem Fahrgeschäft vorbei, als dieses plötzlich unplanmäßig zum Stillstand kam. Die Fahrgäste wurden mittels der Notbetriebsschaltung aus ihren Sitzen befreit und konnten das Fahrgeschäft unverletzt verlassen. Die Feuerwehr, die Festwiesenleitung und der TÜV waren vor Ort. Eine Untersuchung erbrachte, dass ein Sensor defekt war und ausgetauscht werden musste. Im Anschluss daran wurden mehrere Testfahrten durchgeführt. Das Fahrgeschäft konnte durch den TÜV und die Festleitung wieder freigegeben werden.

 

Mandelstand wird von einem unbekannten Fahrzeugführer angefahren und beschädigt

Am Montag in der Zeit zwischen Mitternacht und 09.00 Uhr, wurde ein Mandelstand in der Matthias-Pschorr- Straße vermutlich durch einen Lkw angefahren. Dadurch wurde das Vordach des Standes beschädigt und eingedrückt. Der Betreiber schätzt den Schaden auf ca. 2.000 Euro. Der bislang unbekannte Fahrer des Lkw entfernte sich, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen.

 

Wiesn-Besucher mit verbotener Tätowierung

Am Montag wurde an einem Zugang des Oktoberfestes ein 32-jähriger Franzose durch Polizeikräfte einer Kontrolle unterzogen. Er trug sichtbar eine Odal-Rune am Hals. Unter seiner Kleidung hatte er zahlreiche weitere Tätowierungen, u.a. ein Hakenkreuz. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da gegen den 32-Jährigen zudem ein europäischer Haftbefehl vorlag, wurde er der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

Taschendiebfahnder aus Berlin machen Langfinger dingfest

Ein 22-jähriger Bulgare hielt sich am Montag in einem Festzelt auf und konnte von den Berliner Taschendiebfahndern dabei beobachtet werden, wie er sich an ein Geländer lehnte und in einem vermeintlich unbeobachteten Moment eine dort hängende Jacke auf den Boden fallen ließ. Anschließend schob er diese mit dem Fuß ein Stück weiter und entdeckte darin eine Handtasche, die in der Jacke eingerollt war. Diese nahm er an sich und entfernte sich. Er wurde von den Taschendiebfahndern festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

Taschendiebfahnder aus Zürich überführen Dieb

Ein 22-jähriger Tunesier wurde am Montag von den Züricher Taschendiebfahndern dabei beobachtet, als er aus einem Festzelt kam. Der Mann trug neben seiner Weste noch eine Jacke um die Hüfte und hatte erkennbar zwei Handtaschen unter der Weste. Bei einer anschließenden Kontrolle wurden insgesamt drei Mobiltelefone und zwei Handtaschen festgestellt. Hierbei handelte es sich augenscheinlich um Diebesgut. Die Tatörtlichkeiten müssen noch ermittelt werden. Der 22-jährige Tunesier wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

(Berichte der Polizei München)

 

Alle Einsatzberichte von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr auf dem Oktoberfest, finden sie während der Wiesn hier.