Wiesn-Streife: Die Polizei unterwegs auf dem Oktoberfest

Oktoberfest 2017: Die Wiesn-Polizeiberichte (01.10.2017)

Auch dieses Wochenende meldete die Polizei wieder einige Einsätze vom Münchner Oktoberfest. Hier lesen sie die Einsätze im Detail…

Taschendiebfahnder rund um die Wiesn erfolgreich

Gleich in drei Fällen konnten sich dieses Wochenende Taschendiebfahnder auf dem Oktoberfest bewähren.Bereits in der Nacht zum Freitag konnte  ein 19-jähriger und ein 31-jährigen Senegalese festgenommen werden. Diese wurden dabei beobachtet wie sie sich verschiedenen deutlich betrunkenen Oktoberfestgästen am St.-Pauls-Platz näherten um diese geziehlt auszurauben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen konnten die beiden festgenommen werden. Eine Vernehmung der Opfer war nicht möglich. Am Freitag konnten zwei Jugendliche Rumänen bei dem Versuch eine Handtasche zu stehlen festgenommen werden. Die vermeintlichen Drahtzieher der Tat konnten trotz Fluch, zu einem späteren Zeitpunkt  von Berliner Taschendiebfahndern ebenfalls vorläufig festgenommen werden.
Am Samstag konnte ein Taschendiebfahnder aus Frankfurt am Main einen 32-jährigen Nigerianer beobachten wie sich dieser am Gelände des Oktoberfestes aufhielt und dabei einem 28-jährigen Italiener Oralverkehr anbot. Diesen führte er durch und fasste währenddessen in die Hosentasche des Opfers und entwendete einen Geldbeutel. Bereits zuvor konnte ein ähnliches Vorgehen bei zwei weiteren Wiesngästen beobachtet werden. Der 32-Jährige wurde vorläufig festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

Treppensturz endet tödlich

Am Freitag, 29.09.2017, gegen 00.20 Uhr, fiel laut Zeugenaussagen ein 63-jähriger norwegischer Wiesn-
Besucher eigenverschuldet eine Treppe in der Schillerstraße hinab und zog sich hierbei lebensbedrohliche Verletzungen zu. Ein hinzugezogener Notarzt reanimierte den Mann, gab jedoch an, dass mit einem Ableben zu rechnen sei. Der 63-Jährige wurde in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Gegen 02.30 Uhr verstarb der Norweger im Krankenhaus. Der 63-Jährige hatte sich zum Besuch des Oktoberfestes in  München aufgehalten. Laut Angaben seiner Freunde waren sie am Abend des Donnerstag, 28.09.2017 auf dem Oktoberfest und sind danach noch in ein Café in der Schillerstraße gegangen. Dort ereignete sich der folgenschwere Unfall.

 

Dame entkleidet sich um ins Zelt zu kommen

Am Freitag, 29.09.2017, gegen 16.00 Uhr, wurde einer Wiesn-Besucherin vom Sicherheitsdienst der Einlass in ein Festzelt verwehrt. Die Dame begann daraufhin sich auszuziehen und forderte die Ordner auf, sie anzufassen. Vor dem Eintreffen der verständigten Polizei hatte sich die Frau bereits wieder angezogen. Sie entkleidete sich aber vor der Einsatzgruppe erneut. Da sie sich höchst aggressiv verhielt, schrie und um sich trat, wurde sie in Sicherheitsgewahrsam genommen. Eine  Identitätsfeststellung war bei der Frau bisher nicht möglich, Freundinnen konnten jedoch verständigt werden, die sie gegen 20.50 Uhr von der Wiesn-Wache abholten.

 

Rauschgiftfahnder verhindern Sexualdelikt

Die Münchner Rauschgiftfahnder beobachteten am Freitag,  einen 28-jährigen Pakistani, welcher sich an ein am Boden liegendes Mädchen annäherte. Er setzte sich in ca. ein Meter Entfernung auf den Boden, legte sich dann hin und rutschte nach einer Minute fast auf Körperkontakt an das Mädchen ran. Eine weitere Annäherung wurde durch die Polizeibeamten unterbunden. Der 28-Jährige hatte bereits die linke Hand am Rock des Mädchens. Sein Verhalten wurde über die Videoüberwachung erfasst. Er erhielt daraufhin einen Platzverweis für das Festgelände. Als er über einen anderen Eingang das Wiesn-Gelände wieder betrat, wurde er in Gewahrsam genommen und verbrachte den restlichen Abend in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München. Am Samstagnachmittag konnte der Mann  erneut über die Videoüberwachung erneut aufgenommen werden, als er sich in gleicher Weise an eine schlafende Frau heranmachte. Als diese erwachte konnte sie ihn erfolgreich abwehren. Als ihre Freundinnen kurz darauf kamen, verscheuchten diese den Mann. Der 28-jährige Pakistani wurde erneut in Gewahrsam genommen. Beim zuständigen Richter wurde zwischenzeitlich ein Gewahrsam für die restliche Dauer des Oktoberfestes beantragt. Der 28-Jährige bleibt nun bis Mittwoch, 04.10.2017 in Gewahrsam.

 

Dieb schlägt Polizeibeamten

Am Nachmittag des Freitags, entwendete ein 19-jähriger Deutscher in einem Festzelt den Geldbeutel einer 27-jährigen Wiesn-Besucherin. Nachdem sich der 19-Jährige, welcher zuvor mit der Frau an einem Tisch gesessen hatte, plötzlich entfernte, konnte ein Zeuge beobachten, wie dieser auf der Toilette den Geldbeutel der 27-Jährigen
herauszog und das Geld entnahm.Die hinzugerufene Einsatzgruppe der Polizei nahm den 19- Jährigen fest. Als dessen Identität festgestellt werden sollte,versetzte er einem der Beamten einen Schlag ins Gesicht. Den Jugendlichen erwartet nun eine Strafanzeige wegen Diebstahl, Körperverletzung und Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte. Zudem wird gegen ihn ein Betretungsverbot für das Oktoberfest beantragt. Der Polizeibeamte wurde ärztlich versorgt und bleibt weiterhin dienstfähig.

 

Italiener begrapscht 13-Jährige

Ein 38-jähriger alkoholisierter Italiener griff am frühen Abend des Freitags, auf der Schaustellerstraße einer
13-jährigen Deutschen an den Hintern und zwischen die Pobacken. Der Vater der 13-Jährigen beobachtete dies und
verständigte die Polizei. Dem 38-Jährigen wurde die vorläufige Festnahme erklärt und er wurde auf die Wiesn-Wache gebracht. Die 13-jährige Schülerin war derartig mitgenommen, dass sie beim Sanitätsdienst durch einen Psychologen betreut werden musste. Der 38-jährige Italiener wurde nach Abschluss der Sachbearbeitung dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

 

Streit endet mit Maßkrugschlag

Am Freitag, kam es zwischen einem 28-jährigen und einem 19-jährigen Münchner  nach einer verbalen Auseinandersetzung, zu einem Schlagabtausch. Der Streit steigerte sich derart, dass der 28-Jährige dem 19-
Jährigen mit einem Maßkrug gegen den Kopf schlug. Sein Gegenüber erlitt dadurch eine stark blutende Platzwunde.
Wiesn-Gäste konnten die beiden trennen und an den Sicherheitsdienst übergeben. Die Kontrahenten wurden zum
Rettungsdienst in den Behördenhof gebracht und von dort aus wurde auch die Polizei hinzugezogen.
Der 19-jährige Münchner musste in ein Krankenhaus verlegt werden. Den 28-jährigen erwartet eine Anzeige wegen
gefährlicher Körperverletzung. Gegen ihn wird ein Betretungsverbot beantragt.

 

Franzose  zeigt „Hitlergruß“

Am Samstag, 30.09.2017, gegen 22.30 Uhr, schrie ein 36- jähriger Franzose beim passieren einer Einsatzgruppe der
Polizei laut „Heil Hitler“ und zeigte ihnen gegenüber den „Hitlergruß“. Als er wenige Meter weitergegangen war, zeigte er den Gruß mit der anderen Hand und deutete mit zwei Fingern einen Oberlippenbart an. Der 36-Jährige wurde daraufhin von der Einsatzgruppe vorläufig festgenommen. Während des Transportes zur Wiesn-Wache beschimpfte er die eingesetzten Beamten als „Nazis, Hitler und Rassisten“ und schrie „scheiß Deutschland“. Den Franzosen erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er zur Klärung der Haftfrage der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.

 

Bei Streit mit dem Sicherheitsdienst wird Einhandmesser gezückt

Ein 28-jähriger deutscher Wiesn-Besucher geriet in Streit mit dem Sicherheitsdienst eines Festzeltes, da dieser ihm den Zeltzutritt verwehrten. Während des Streits hielt der Mann hinter seinem Rücken ein noch zugeklapptes Einhandmesser in der Hand. Dies erkannte der Sicherheitsdienst und brachte den Mann zu Boden. Er wurde der verständigten Polizei übergeben. Den 28-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen die Oktoberfestverordnung.

 

(Berichte der Polizei München)

Alle Einsatzberichte von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr auf dem Oktoberfest, finden sie während der Wiesn hier.