Wiesn-Streife: Die Polizei unterwegs auf dem Oktoberfest

Oktoberfest 2017: Die Wiesn-Polizeiberichte (26.09.2017)

Sexuelle Belästigung, versuchter Totschlag auf Wiesn-Heimweg, betrunkene Eltern müssen Kind abgeben und mehr. Die Polizeiberichte der Wiesn-Wache vom 26.9.2017. 

 

 

Versuchter Totschlag auf Wiesn-Heimweg: Zeugenaufruf

Auf dem Wiesn-Heimweg ist ein 34-Jähriger brutal verprügelt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Totschlags und hofft auf Zeugen. Alles dazu lesen Sie hier.

 

 

Sexuelle Belästigung durch Griff unter den Rock

Am Dienstag war eine 30- jährige Amerikanerin in einem Festzelt. Plötzlich griff ihr ein 32- jähriger Mann mit der Hand unter den Rock an ihr Gesäß. Der 32-jährige Lebensgefährte verfolgte den Mann und machte den Sicherheitsdienst des Zeltes auf den Vorfall aufmerksam. Gleichzeitig wurde die Polizei verständigt, welche den Mann vorläufig festnehmen konnte. Der 32-jährige Deutsche erhält nun eine Anzeige und gleichzeitig wurde ein Betretungsverbot für das Oktoberfest beantragt.

 

Wiesn-Besucher beleidigt Polizeistreife und kommt in Gewahrsam

Am Montag ging eine Wiesn- Gruppe gerade auf Streife, als sich plötzlich ein 20-jähriger Münchner provokant in deren Weg stellte. Er wurde durch die Polizisten aufgefordert zur Seite zu gehen, woraufhin er sie u.a. mit „ACAB“ beleidigte. Da der 20-Jährige dem Platzverweis nach wie vor nicht nachkam, wurde er in Gewahrsam genommen. Auch sein 20- jähriger Begleiter, der sich ebenfalls in den Weg stellte und nicht weggehen wollte, wurde in Gewahrsam genommen.

 

Wiesn-Besucher zeigt „Hitler-Gruß“

Am Montag äußerte ein 29- jähriger Wiesn-Besucher in einem Zelt sowie außerhalb des Zeltes mehrmals ausländerfeindliche Parolen, u.a. „Sieg Deutschland“. Weiter zeigte er mehrfach den „Hitler-Gruß“. Das Verhalten konnte von einem Ordner sowie einer Bedienung beobachtet werden, woraufhin der 29-Jährige aus dem Landkreis Landshut aus dem Zelt verwiesen wurde. Hier skandierte er weiterhin ausländerfeindliche und antisemitische Parolen. Er konnte durch hinzugerufene Polizeibeamte vorläufig festgenommen werden und wurde zur Wiesn-Wache gebracht. Ihn erwartet nun eine Anzeige.

 

Wiesn-Besucher belästigt Passanten

Am Montag belästigte ein 22-Jähriger aus dem Allgäu, der zuvor reichlich Alkohol konsumiert hatte, vorbeilaufende Wiesn-Besucher. Er schlug immer wieder mit seinen Armen um sich und griff dabei einer vorbeilaufenden Frau unter den Rock. Die Frau entfernte sich allerdings wieder und ist bislang unbekannt. Der 22-Jährige konnte durch die hinzugerufene Polizeistreife vorläufig festgenommen werden. Ihn erwartet nun eine Anzeige.

 

Räuberischer Diebstahl

Am Montag griff ein 27-jähriger Rumäne in einem Festzelt plötzlich in den Trinkgeldteller einer Reinigungsfachkraft. Die 54-Jährige sprach den Mann daraufhin an und hielt ihn fest. Der 27-Jährige löste sich aus dem Griff der 54-Jährigen, um das Geld zu sichern und zu entkommen. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde auf die Situation aufmerksam und kam der Reinigungskraft zu Hilfe. Der 27-Jährige konnte vorläufig durch hinzugerufene Polizeibeamte festgenommen werden.

 

Betrunkenes Paar wirft Kinderwagen mit eigenem Kind mehrmals um

Auf der Wiesn haben betrunkene Eltern einen Kinderwagen mit ihrem eigenen Kind mehrmals umgeworfen und dabei den Säugling leicht verletzt. Das Kind blieb laut Polizeiangaben in einer Klinik, der Vater musste in Gewahrsam genommen werden. Mehr dazu hier.

 

55-jähriger Wiesn-Besucher zeigt „Hitler-Gruß“

Am Montag zeigte ein 55- jähriger Deutscher in einem Zelt den „Hitler-Gruß“. Der Mann konnte durch die hinzugerufene Polizeistreife vorläufig festgenommen werden. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Weiter wurde auch ein Betretungsverbot für das Oktoberfest erteilt.

 

Gefährliche Körperverletzung durch Schlag auf den Kopf

Am Montag wurde ein 32- jähriger Wiesn-Besucher aus Dresden von einer Bedienung aufgefordert, das Zelt nun zu verlassen. Dieser Aufforderung wollte er allerdings nicht nachkommen und schlug der 23- jährigen Frau daraufhin ins Gesicht. Die Frau wurde dadurch leicht verletzt. Ein 43-jähriger Sicherheitsmitarbeiter kam hinzu und wollte den Streit schlichten. Daraufhin schlug der 32-Jährige mit einem Maßkrug auf den Sicherheitsmitarbeiter, woraufhin er leicht verletzt wurde. Der Täter konnte vorläufig durch eine Polizeistreife festgenommen werden.

 

Bedrohung und gefährliche Körperverletzung

Am Montag gerieten mehrere Personen vor einem Fahrgeschäft in Streit. In diesem Verlauf zog ein Mann ein Messer aus der Tasche und stach mit diesem in Richtung des Bauches eines 33-jährigen Münchners. Dieser konnte die Hand des Unbekannten ergreifen und so den Messerstich abwehren. Er wurde währenddessen von einem anderen Mann in die Beine getreten. Beide Täter flüchteten in Richtung Goetheplatz. Der 33-Jährige wurde durch die Tat leicht verletzt. Die Ermittlungen durch das Fachkommissariat dauern an.

Täterbeschreibung:

Beide Täter ca. 40 Jahre alt, eine weitere Beschreibung seitens der Zeugen war nicht möglich.

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

Bettler auf dem Festgelände

Am Montag fiel auf dem Festgelände ein 26-jähriger Rumäne auf, der sich als Charlie Chaplin verkleidet hatte und für Fotos gegen Bezahlung zur Verfügung stand. Da das Betteln auf dem Wiesn-Gelände verboten ist, wurde er von Polizeibeamten zur Wiesn-Wache gebracht. Hier wurden ihm seine erbettelten Barschaften durch das KVR abgenommen. Weiter musste er seine Verkleidung ablegen und ihm wurde erklärt, dass das Betteln laut der Oktoberfestverordnung untersagt ist.

 

 

 

(Berichte der Polizei München)

 

Alle Einsatzberichte von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr auf dem Oktoberfest, finden sie während der Wiesn hier.