Wiesn-Streife: Die Polizei unterwegs auf dem Oktoberfest

Oktoberfest 2017: Die Wiesn-Polizeiberichte (28.09.2017)

Auch am Freitag meldet die Polizei wieder einige Einsätze vom Münchner Oktoberfest. Hier lesen Sie die Einsätze im Detail…

 

 

Streit eskaliert zu einer gefährlichen Körperverletzung mit Maßkrug

In einem Festzelt kam es zwischen einem 19-jährigen Auszubildenden und zwei 28-jährigen Juristen am Mittwoch zu einem Streit. Der Streit eskalierte, da der 19-Jährige einen der beiden 28- Jährigen schlug. Der Ordnungsdienst des Festzeltes bemerkte den Streit und verwies die streitenden Personen aus dem Festzelt. Vor dem Festzelt trafen die Personen erneut aufeinander. Hierbei kam es wieder zum Streit und dieser eskalierte erneut. Die beiden 28-Jährigen schlugen hierbei den 19-Jährigen. Einer der beiden 28-Jährigen schlug im Anschluss dem 19- Jährigen einen Maßkrug gegen den Kopf. Der 19-Jährige musste mit einer Kopfplatzwunde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden 28-Jährigen wurden festgenommen und sie wurden wegen einer gefährlichen Körperverletzung angezeigt.

 

Sexueller Übergriff wird durch Taschendiebfahnder beobachtet

Am Donnerstag konnten Taschendiebfahnder einen 37-jährigen Iraker dabei beobachten, wie er in einem Festzelt einer 28-jährigen Amerikanerin unter den Rock ihres Dirndls fasste. Der 37-Jährige wurde von den Polizeibeamten festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Gegen ihn wird wegen eines sexuellen Übergriffs und einer sexuellen Nötigung ermittelt.

 

Sexueller Missbrauch an einem schlafenden alkoholisierten Mann

Taschendiebfahnder konnten am Donnerstag einen 46-jährigen Österreicher am Westhügel dabei beobachten, wie er einen schlafenden 26-jährigen Engländer oral befriedigen wollte. Der 26-Jährige bekam offensichtlich aufgrund seines stark alkoholisierten Zustandes nichts mit. Der 46-jährige Österreicher wurde festgenommen und wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen sexuellem Missbrauch widerstandsunfähiger Personen eingeleitet.

 

37-Jähriger wird von Maßkrug verletzt

Ein 37-Jähriger feierte am Donnerstag in einem Festzelt mit seinen Arbeitskollegen. Durch einen Maßkrug, den ein zunächst Unbekannter gegen den Kopf des 37-Jährigen warf, wurde er verletzt und musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Zur Klärung des Sachverhaltes wurden die Arbeitskollegen sowie die Personen der Nachbartische befragt. Durch die weiteren Ermittlungen konnte ein 50-jähriger tatverdächtiger Engländer festgenommen werden. Dieser konnte gegen eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen werden.

 

Unbekannter greift 24-jährigen Frau unter den Rock und schlägt den Freund mit einem Maßkrug

Ein bislang noch unbekannter Täter griff zunächst einer 24- jährigen Münchnerin unter den Rock. Als ihr 29-jähriger Freund dies mitbekam, ging er dazwischen. Unvermittelt wurde er von dem Unbekannten mit einem Maßkrug viermal gegen den Kopf geschlagen. Der 29-Jährige erlitt eine blutende Kopfplatzwunde am Kopf und musste zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Tat ereignete sich in der Anlieferstraße Mitte und der Täter flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Während der Flucht verlor er seine Oberbekleidung. Eine Personenbeschreibung des Täters konnte nicht abgegeben werden.

 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

Taschendiebfahnder nehmen 29-Jährigen fest

Taschendiebfahndern fiel am Donnerstag ein 29-jähriger Italiener auf, der während der Festzeltschließung die Gänge des Zeltes ablief und offensichtlich nach liegengebliebenen Wertgegenständen Ausschau hielt. Im weiteren Verlauf entdeckte der 29-Jährige im hinteren Bereich des Zeltes zwei Jacken, die über einem Geländer abgelegt waren. In diesem Bereich hielten sich auch noch Festzeltbesucher auf. Trotz der noch anwesenden Festzeltbesucher nahm der 29-Jährige die beiden Jacken an sich, wickelte sie zusammen und entfernte sich zügig. Am Ausgang des Festzeltes erfolgte die Festnahme durch die Taschendiebfahnder.

 

Versuchter Taschendiebstahl

Taschendiebfahnder aus Ungarn konnten am Mittwoch einen 40-jährigen Bulgaren dabei beobachten, wie er im Umfeld des Festgeländes im Schutz der Dunkelheit gezielt nach schlafenden Personen Ausschau hielt. Im weiteren Verlauf näherte er sich einem 47-Jährigen, der auf einer Bank saß und nach vorne gebeugt schlief. Diese Situation nutzte der 40-Jährige aus, setzte sich neben den Schlafenden und tastete ihn ab. Er griff in eine Hosentasche, konnte jedoch nichts entwenden. Ein erneuter Versuch die Taschen des 47- Jährigen abzutasten scheiterte jedoch, da dieser kurz aufwachte und sich übergeben musste. Noch bevor sich der 40-jährige Taschendieb vom Geschädigten entfernte, wurde er von den ungarischen Taschendiebfahndern festgenommen. Da er in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.

 

(Berichte der Polizei München)

Alle Einsatzberichte von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr auf dem Oktoberfest, finden sie während der Wiesn hier.