Polizisten auf einem Oktoberfestrundgang, © Die Münchner Polizei bereitet sich auf das Oktoberfest 2015 vor

Oktoberfest: der Wiesn-Polizeibericht (Donnerstag)

Kaum wird das Wetter besser, verzeichnet die Polizei zunehmend Gewaltdelikte auf dem Oktoberfest: 17-Jähriger schlägt Wiesn-Ordner Zähne aus, Gäste legen sich mit Polizei an, Münchner wird zusammengeschlagen, mehrere Taschendiebe.

 

17-Jähriger schlägt Ordner zwei Zähne aus

 

Am Mittwoch, 24.09.2014, gegen 22.30 Uhr, befand sich ein 17-jähriger Münchner in alkoholisiertem Zustand an einem Fahrgeschäft. Er fing dort zu randalieren an, sodass ihm ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes dort einen Platzverweis erteilte. Nachdem er trotz mehrfacher Aufforderung dem nicht Folge leistete, schob der 34-jährige Security-Mitarbeiter den Jugendlichen zur Seite. Der 17-Jährige nahm daraufhin sein Handy und schlug damit dem 34-Jährigen ins Gesicht. Diesem platzte durch den Schlag die Lippe auf und er verlor zwei Zähne. Gegen den 17-Jährigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

 

Fünf aggressive Wiesnbesucher legen sich mit der Polizei an

 

Am Mittwoch, 24.09.2014, gegen 21.30 Uhr, wurden vier Wiesnbesucher, ein 15-jähriger Münchner, dessen 42-jähriger Vater, ein 33-jähriger Serbe aus München und ein 16-jähriger Türke, wegen aggressiven Verhaltens aus dem Festzelt verwiesen. Das Ganze verlagerte sich dann zu einem Fahrgeschäft in der Nähe des Festzeltes, wobei es weiterhin zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen dem Quartett und den Ordnern des Festzeltes kam. Als die verständigte Polizei vor Ort war, wurde versucht, die Situation wieder zu beruhigen.

 

Als ein Beamter die Personalien der Vier feststellen wollte, wurde er von dem 15-Jährigen in den Magen beboxt. Danach gingen auch die anderen Drei auf die eingesetzten Kollegen los. Ein zufällig vorbeikommender 26- jähriger Italiener fühlte sich dann genötigt bei der Rangelei mitzumischen und versuchte die bereits Festgenommenen zu befreien. Alle Fünf wurden festgenommen, gegen sie läuft nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und versuchte Gefangenenbefreiung ermittelt. Außer dem Schlag in den Magen wurde kein weiterer Polizeibeamter verletzt.

 

25-jähriger Münchner wird von drei Italienern zusammengeschlagen

 

Am Mittwoch, 24.09.20014, gegen 21.30 Uhr, wurde ein 25-jähriger Münchner in einem Festzelt von drei Italienern (24 Jahre, 29 Jahre, 30 Jahre) zusammengeschlagen. Der Grund für die Auseinandersetzung ist bislang nicht bekannt. Laut Aussagen mehrerer unbeteiligter Zeugen schlugen die Drei gemeinschaftlich mit Fäusten und Ellbogen auf den 25- Jährigen ein. Der 25-Jährige erlitt hierbei ein Schädel-Hirn-, sowie ein Thoraxtrauma und befindet sich nun stationär in einem Krankenhaus. Die drei Täter waren alle alkoholisiert.

Sie wurden festgenommen und werden nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Über den momentanen Aufenthalt des Tatverdächtigen gibt es bislang keine Erkenntnisse.

 

Sehen Sie hier einen Bericht über die Polizei auf dem Oktoberfest:

 

Mehrere Taschendiebe festgenommen

 

Am Mittwoch, 24.09.2014, kam es auf der Wiesn zu mehreren Festnahmen von Taschendieben durch die eingesetzten Taschendiebfahnder.

 

Gegen 16.45 Uhr wurden ein 35-Jähriger und ein 38-Jähriger, beide aus Tunesien, festgenommen. Die Beiden hatten versucht in arbeitsteiliger Weise auf der Schaustellerstraße einer 35-jährigen Festbesucherin aus Berlin etwas aus der Handtasche zu stehlen. Der eine hatte dazu den Reißverschluss der Handtasche geöffnet, während der andere die Aktion mit seinem Köper abdeckte. Beide werden nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

 

Gegen 20.50 Uhr wurden zwei 20-jährige Tunesier von den Taschendiebfahndern festgenommen. Sie hatten sich in einem Festzelt ständig weiblichen Gästen angenähert und diese bedrängt. Das Ziel ihrer Begierde war jedoch nicht die Frauen,

sondern deren Handtaschen. Ihnen konnte schließlich ein vollendeter und drei versuchte Taschendiebstähle nachgewiesen werden. Sie hatten dabei Bargeld und eine MVV-Karte erbeutet. Die Beiden waren in arbeitsteiliger Art und Weise tätig, einer fungierte als „ Zieher“, der andere als „Aufpasser“. Sie führten außerdem noch ein Smartphone mit, das vermutlich ebenfalls aus einem Diebstahl stammt.

 

Gegen 23.00 Uhr wurde ein 22-Jähriger aus dem Senegal durch Taschendiebfahnder festgenommen. Der Tatverdächtige hatte ständig weibliche Festgäste angesprochen. Dabei war er stets auf der Suche nach Körperkontakt und umarmte und küsste die Damen. Bei diesen Gelegenheiten versuchte er dann auch in die Handtaschen zu greifen. Außerdem versuchte er mit Zeige und Mittelfingern in die Hosentaschen von Wiesnbesuchern zu greifen, um hier Wertgegenstände herauszuziehen. Bei seiner Durchsuchung wurden unter anderem eine Digitalkamera und ein Handy aufgefunden, bei denen es sich wohl ebenfalls um Diebesgut handelt.

 

Um kurz nach 23.00 Uhr konnte noch eine 26-jährige Münchnerin in einem Festzelt festgenommen werden. Die Dame hatte nach abgelegten Gegenständen Ausschau gehalten, schließlich nahm sie drei Jacken und ein Etui an sich. Bei ihrer Festnahme wehrte sie sich körperlich und versetzte einem der Beamten eine „Kopfnuß“.