Polizei-Sicherheit auf dem Oktoberfest, © Symbolfoto

Oktoberfest: Der Wiesn-Polizeibericht (Montag)

Jugendschutzkontrolle eskaliert ++ Auseinandersetzung im Bierzelt ++ Liebestoller Wiesnbesucher landet nicht bei der
Angebeteten – sondern bei der Polizei ++ Per Haftbefehl gesuchter Taschendieb festgenommen ++ Beleidigung ++ Rucksackdieb durch belgische Taschendiebfahnder vorläufig festgenommen ++ Vorfall am Denkmal des Oktoberfestattentats ++

 

Jugendschutzkontrolle eskaliert

 

Am Sonntag, 28.09.2014, kurz nach 19.00 Uhr, fiel Einsatzkräften der Wiesnwache eine Gruppe Jugendlicher auf, die sich gegenseitig herumschubsten und versuchten andere Festbesucher zu provozieren. Teil der Gruppe war eine offensichtlich volltrunkene junge Frau, welche immer wieder stürzte. Die Beamten führten deshalb eine Jugendkontrolle
durch, welche ein 14-Jähriger ständig versuchte zu stören. Nachdem dieser ebenfalls kontrolliert werden sollte, versuchte er unvermittelt zu fliehen. Er konnte festgehalten werden. Schließlich versuchte er einen der Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht zu schlagen, was jedoch aufgrund des schnellen Eingreifens eines Ordners einer Wirtsbude und der eingesetzten Beamten verhindert werden konnte.
Der 14-Jährige wurde auf die Wiesnwache gebracht und wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Er wurde im Beisein von Vertretern des Jugendamtes seiner Mutter übergeben. Die junge Frau, bei der es sich, wie sich schließlich herausstellte, um eine 15-Jährige handelt, wurde ebenfalls auf die Wiesnwache gebracht und dort dem Jugendamt übergeben.

 

 

Auseinandersetzung im Bierzelt

 

Am Sonntag, 28.09.2014, gegen 22.40 Uhr, gerieten zwei 28- und 47-jährige deutsche Wiesnbesucher aus bisher nicht
geklärten Gründen in einem Festzelt in Streit. Nach bisherigem Ermittlungsstand schlug der 28-Jährige seinem Gegenüber einen Maßkrug ins Gesicht. Der 47-Jährige erlitt durch den Schlag vermutlich einen Joch- und Nasenbeinbruch. Er wurde zur weiteren Versorgung in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Der 28-Jährige wurde zunächst auf die Wiesnwache gebracht. Von dort aus wurde er nach den entsprechenden polizeilichen Maßnahmen entlassen.

 

Liebestoller Wiesnbesucher landet nicht bei der Angebeteten – sondern bei der Polizei

 

Am Sonntag, 28.09.2014, gegen 20.40 Uhr, buhlte ein 26-Jähriger um das Interesse einer weiblichen Wiesnbesucherin.
Nachdem diese offensichtlich das Ansinnen deutlich ablehnte, schlug er den Freund der Besucherin und wurde daraufhin vom Ordnungsdienst zunächst des Zeltes verwiesen. Über einen anderen Eingang des Zeltes gelang es ihm wieder zu dem Tisch zurückzukehren und der Vorgang wiederholte sich erneut. Nun wurde er vom Ordnungsdienst fixiert und die Polizei hinzugerufen. Die Wiesnbesucherin, als auch deren Begleiter, hatten keinerlei Interesse an einer Strafverfolgung und wollten lediglich in Ruhe weiterfeiern.
Der uneinsichtige 26-Jährige erhielt einen Platzverweis. Er schrie jedoch die Beamten nur an und wurde im Fortlauf
immer aggressiver. Schließlich musste er in Gewahrsam genommen werden und wurde auf die Wiesnwache gebracht.
Im Verlauf des Transportes dorthin musste er gefesselt werden. Er beleidigte mehrfach die eingesetzten Beamten.
Seinen Rausch durfte er in der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München ausschlafen.

 

Per Haftbefehl gesuchter Taschendieb festgenommen

 

Am Sonntag, 28.09.2014, gegen 22.45 Uhr, konnten Frankfurter Taschendiebfahnder zwei 20- und 28-jährige
Afghanen beobachten, als sie versuchten, einen abgestellten Rucksack zu entwenden. Der Besitzer bemerkte dies und
konnte das Ansinnen verhindern. Anschließend konnten die beiden beobachtet werden, wie sie zwei Jacken entwendeten. Die zwei Personen wurden daraufhin festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Der Jüngere der beiden, so konnte nun festgestellt werden, wurde per Haftbefehl gesucht, der unverzüglich vollstreckt werden konnte. Der Ältere wurde nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung von der Wiesnwache entlassen. Gegen beide wurde ein Betretungsverbot für das Oktoberfest beantragt.

 

 

Beleidigung

 

Am Sonntag, 28.09.2014, gegen 17.00 Uhr, versuchte ein 33-Jähriger die Ordner eines Bierzeltes zu provozieren, indem er an deren Bärten zupfte. Es wurde schließlich eine Einsatzgruppe der Wiesnwache hinzugerufen, welche in
Begleitung uniformierter französischer Kollegen war. Wegen seines andauernd aggressiven Verhaltens wurde der 33- Jährige in Gewahrsam genommen. Auf dem Weg zur Wiesnwache beleidigte er sowohl die deutschen, als auch die französischen Polizeibeamten mehrfach. Der 33-Jährige war erheblich angetrunken. Er wurde nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung und anschließendem Gewahrsam in den Nachtstunden entlassen.

 

Rucksackdieb durch belgische Taschendiebfahnder vorläufig festgenommen

 

Am Sonntag, 28.09.2014, gegen 21.00 Uhr, konnten belgische Taschendiebfahnder in einem Festzelt einen 21-Jährigen dabei beobachten, wie er nacheinander versuchte, Festgästen eine Lederjacke sowie einen Rucksack zu entwenden. In
beiden Fällen scheiterten die Diebstähle jedoch an der Aufmerksamkeit der Geschädigten.
Mehr Glück hatte der Dieb bei einer 21-Jährigen. Während er vorgab, mit der Tischgesellschaft zu feiern, schob er deren
Rucksack ein Stück mit dem Fuß zur Seite, ergriff diesen und wollte damit das Zelt verlassen. Hierbei konnte er durch die
aufmerksamen Taschendiebfahnder vorläufig festgenommen werden. Der 21-Jährige, der über keinen festen Wohnsitz verfügt, wird heute im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

 

Vorfall am Denkmal des Oktoberfestattentats

 

Am Freitag, 26.09.2014, gegen 23.15 Uhr, urinierte ein 33-Jähriger an das Denkmal des Oktoberfestattentats vom 26.09.1980, das am Eingang der Theresienwiese errichtet wurde.

Am Mahnmal lagen noch die Kränze und Namensschilder der am gleichen Tag durchgeführten Gedenkfeier zum 34.
Jahrestages des Oktoberfestattentates. Beamte der Bereitschaftspolizei wurden von Zeugen auf die Handlung des Beschuldigten aufmerksam gemacht. Gegen den 33-Jährigen wird derzeit wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener ermittelt.

 

 

RG / Polizei