Polizei-Sicherheit auf dem Oktoberfest, © Symbolfoto

Oktoberfest: Der Wiesn-Polizeibericht (Sonntag)

Vergewaltigung ++ Viele Gewaltdelikte ++ Maßkrug-Verletzungen ++ Angriff mit Messer ++ Polizist gebissen ++ Schlagstöcke im Einsatz ++ Taschendiebe ++

Vergewaltigung

Auf dem Oktoberfest ist ein 24-Jähriger Mann von zwei bisher unbekannten Männern vergewaltigt worden. Sie überwältigten ihn gemeinsam und vergangen sich an ihm. Mehr dazu lesen sie hier.

 

Schwerverletzter nach Tritt gegen den Kopf

Am Samstag, 27.09.2014, gegen 23.20 Uhr, kam es am U-Bahnhof Theresienwiese zu einem Streit zwischen zwei Wiesnbesuchern. Dabei schlug ein 20-Jähriger einen 26-jährigen Mann mit einem Faustschlag nieder. Als dieser am Boden lag, trat der 20-Jährige gegen den Kopf des am Boden liegenden Opfers. Durch den wuchtigen Tritt erlitt der 26-Jährige Kopfverletzungen. Er musste zur stationären Behandlung in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert werden. Der 20-Jährige wurde von der Polizei festgenommen und wird zur Klärung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

 

27-jähriger Italiener verletzt 20-Jährigen mit einem Messer

Ein 27-jähriger Italiener befand sich am Freitag, 26.09.2014, gegen 20.15 Uhr, in einem Festzelt und tanzte mit mehreren Personen auf den Bänken und Tischen. Im Verlauf stürzte ein 20-Jähriger auf den benachbarten Tisch und riss weitere Personen und den dortigen Tisch mit sich.

Daraufhin nahm der 27-Jährige ein am Boden liegendes Brotzeitmesser und verletzte den 20-Jährigen am Rücken, Ordner übergaben den Tatverdächtigen der Polizei. Diese nahmen den Italiener vorläufig fest.

 

Wiesnbesucher von Maßkrugschlag verletzt

Am Freitag, 26.09.2014, gegen 20.45 Uhr, geriet ein 38-jähriger amerikanischer Tourist mit einem 33-jährigen Deutschen in einem Festzelt in Streit. In dessen Verlauf schlug der Amerikaner dem 33-Jährigen unvermittelt mit einem Maßkrug gegen die linke Gesichtshälfte. Dabei zerbrach der Krug. Anschließend schlug der Amerikaner nochmals mit dem abgebrochenen Maßkrug gegen die linke Gesichtshälfte. Anschließend flüchtete er, konnte aber von Festbesuchern wiedererkannt werden und von der Polizei festgenommen werden. Der Geschädigte wurde im Servicezentrum erstversorgt und anschließend in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

 

 

23-Jährige erleidet Platzwunde durch Maßkrug

Am Freitag, 26.09.2014, gegen 17.40 Uhr, geriet im Eingangsbereich eines Festzeltes eine 23-jährige Deutsche mit einem bislang unbekannten Wiesnbesucher in Streit. In dessen Verlauf schüttete sie ihm das Bier aus ihrer Maß über den Kopf. Daraufhin schlug er mit seinem Maßkrug gegen ihre Stirn. Dabei erlitt die Frau eine Platzwunde über dem linken Auge, die von einem kurz danach eintreffenden Polizeibeamten erst versorgt wurde.Der Mann entfernte sich nach dem Schlag unerkannt.

 

Polizeibeamter in den Arm gebissen

 

Am Samstag, 27.09.2014, gegen 14:00 Uhr, randalierte ein 25-jähriger amerikanischer Soldat in einem Festzelt. Daraufhin wurde er von einer Einsatzgruppe der Festwiesenwache in Gewahrsam genommen. Auf dem Weg zur Wiesenwache schrie er laut „Nazis.“ Im Hof des Servicezentrums drehte der Amerikaner plötzlich seinen Kopf und biss einen Polizeibeamten durch das Diensthemd in den linken Oberarm. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der Amerikaner der US-Militärpolizei übergeben.

 

Streiterei endet mit Widerstand gegen Polizeibeamte: Schlagstock im Einsatz

Am Freitag, 26.09.2014, gegen 20.10 Uhr, gerieten ein 22- Jähriger und ein 26-Jähriger aus Fürstenfeldbruck aus noch nicht bekannter Ursache in Streit. Im Verlauf wurde der 26-Jährige durch einen Schlag verletzt. Eine kurz darauf anwesenden Einsatzgruppe der Festwiesnwache konnte den 22-Jährigen vorläufig festnehmen. Hierbei leistete dieser erheblichen Widerstand und musste dabei zu Boden gebracht und anschließend gefesselt werden. Um den Festgenommen die Lage zu erleichtern wurde dieser aufgesetzt. Dabei versuchte er einen Beamten unvermittelt in das Gesicht zu treten. Diesem Tritt konnte der Polizeibeamte ausweichen.

 

Plötzlich wurden die Einsatzkräfte von hinten von einem 18- Jährigen angesprungen. Im Anschluss versuchte dieser noch mit dem Ellenbogen einen Beamten zu treffen. Daraufhinwurde er von der Polizei vorläufig festgenommen.

 

Um die Polizeibeamten bildete sich währenddessen eine größere Anzahl von Personen, die dieBeamten weiterhin bedrängten. Die Personen wurden von der Polizei gebeten zurückzuweichen. Eine bislang unbekannte Person kam der Aufforderung jedoch nicht nach und bedrängte weiterhin die Einsatzkräfte. Daraufhin setzte ein Beamter seinen Schlagstock ein, worauf die Person flüchtete. Der 22-Jährige wurde auf Grund seiner hohen Alkoholisierung und der damit verbundenen Aggressivität der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

 

Taschendiebe wenden Gewalt an

Zwei Männer im Alter von 19 Jahren wurden von belgischen Taschendiebfahndern gegen 22.30 Uhr auf dem Westhügel beobachtet, wie sie eine schlafende Person durch Schläge ins Gesicht aufweckten und seine Jacke an sich nahmen. Im Anschluss durchsuchten sie die Taschen der Jacke und wollten etwas entnehmen. Als der Geschädigte dies erkannte und seine Jacke zurückhaben wollte, wurde er von einem der beiden Männer nach hinten gestoßen. Anschließend entfernten sich die Beiden mit der Jacke vom Tatort. Daraufhin wurden sie von der Polizei festgenommen und der Haftanstalt überstellt.

 

Raub einer Handtasche

Am Freitag, 26.09.2014, gegen 20.00 Uhr, hielt sich eine 29-jährige Münchnerin im Bereich der Damentoiletten in der Wirtsbudenstraße auf. Plötzlich erhielt sie von einer anderen unbekannten Frau einen Faustschlag ins Gesicht. Von dieser wurde ihr die umgehängte Handtasche entrissen. Im Rahmen des so entstanden Tumults konnte die Täterin unerkannt flüchten.

 

Erfolgreiche Taschendiebfahnder

Frankfurter Taschendiebfahnder konnten am Samstag, 27.09.2014, gegen 17:30 Uhr, beobachten wie sich ein 28-Jähriger vor einem Standl in der Wirtsbudenstraße zum Essen hinsetzte. Er steckte in seinem alkoholisierten Zustand sein Mobiltelefon in seine vordere Hosentasche, welches kurz darauf herausfiel. Dies erkannte ein 30-Jähriger, der das Handy aufhob und in seine Hosentasche steckte. Daraufhin wurde er festgenommen und das Handy in seiner Hosentasche sichergestellt und dem 28-Jährigenwieder ausgehändigt.

 

Ein 17-Jähriger lehnt gegen 19:00 Uhr an einemHügel hinter den Festzelten an einem Baum und durchsuchte dabei eine Damengeldbörse. Dabei schmiss er sämtliche Identitätskarten aus der Geldbörse. Dies beobachteten belgische Taschendiebfahnder. Der 17-Jährige wurde anschließend von der Münchner Polizei festgenommen.

 

Berliner Taschendiebfahnder konnten am Abend in einem Festzelt einen 44-jährigen Rumänen dabei beobachten, wie er sich auffällig für die getragenen Handtaschen der weiblichen Festbesucher interessierte. Nach drei erfolglosen Versuchen gelang es ihm letztendlich die Geldbörse einer 21-jährigen Schweizer Studentin aus der Handtasche zu entwenden. Daraufhin wurde er von der Polizei festgenommen.

 

Zwei Männer im Alter vom 28 und 32 Jahren wurden von Frankfurter Taschendiebfahnder beobachtet, wie sie zum Ende des Oktoberfestes beim Verlassen des Biergartens, eines Festzeltes, ein Smartphone auseinander bauten und die SIM-Karte wegwarfen. Bei einer anschließenden Kontrolle konnte von der Polizei festgestellt werden, dass dieses Handy kurz zuvor entwendet wurde. Der Geschädigte muss noch ermittelt werden.

 

Falscher 20-Euro Schein im Umlauf

Am Samstag, 27.09.2014, wollte ein 24-jähriger Italiener kurz nach Zeltöffnung seine beiden bestellten Maß Bier mit einem 20-Euro Schein bezahlen. Der aufmerksame Ober erkannte den Schein als Falschgeld. Der gefälschte Geldschein wurde von der Polizei sichergestellt.

 

(Pressemeldungen der Wiesn-Wache)

 

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