WIESN Streife Bundespolizei, © Foto: Bundespolizei

Oktoberfest: Gewalt und Gleis-Schubser – bisher härtester Wiesn-Tag für Bundespolizei

Zahlreiche Hilfeleistungen, Schutzgewahrsam und insbesondere Gewaltdelikte hielten die Beamten ganz erheblich auf Trab.

 

In einem Körperverletzungsdelikt wird ein 28-jähriger Unterföhringer heute dem Haftrichter vorgeführt. Er soll am Donnerstag (2. Oktober) gegen 23:40 Uhr in einem Schnellrestaurant auf der Galerie des Hauptbahnhofes einem 29-Jährigen nach einer verbalen Auseinandersetzung erst mehrfach ins Gesicht gespuckt und ihm anschließend wiederholt mit der Faust gegen den Kopf sowie ins Gesicht geschlagen haben. Der Angegriffene erlitt eine stark blutende Nasenbeinfraktur. Gegen den Unterföhringer wird wegen Körperverletzung ermittelt.

 

Streiterei endet mit Stoß ins Gleisbett

 

Nach Mitternacht pöbelten zwei männliche Reisende am Hauptbahnhof zwei andere Reisende an. Kurz darauf schubsten sie, jeweils kurz hintereinander, die beiden Männer ins Gleis. Am Haltepunkt hatte eine S-Bahn gestanden, da diese jedoch noch per Haltesignal warten musste, bestand für die ins Gleis gestoßenen, 26 und 29 Jahre alten Männer aus Dachau keine Gefahr durch den S-Bahnverkehr. Einer der Beiden verletzte sich durch den Sturz am rechten Handballen, der Andere klagte über Schmerzen am Gesäß. Während bei den beiden Geschädigten 2,59 bzw. 2,16 Promille Atemalkohol gemessen wurde, hatten die beiden Täter 0,95 bzw. 2,18 Promille. Gegen die beiden „Gleisstoßer“ wurden Ermittlungen wegen Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

 

Hitze, U-Bahn, Allianz Arena, Ohnmacht, Luft, Kinder, Schwangere, Rollstuhl, U6, Gefahr, © Viele Fahrgäste mussten in brütender Hitze ausharren.

 

Drei Frauen prügeln sich

 

Bereits gegen 23:00 Uhr (2. Oktober) soll es am Hauptausgang des Hauptbahnhofes zu einer wechselseitigen Schubserei gekommen sein. In deren Folge soll eine 42-Jährige aus Berg am Laim (1,44 Promille) eine 34-Jährige aus Altomünster (ohne Atemalkohol) an den Haaren gepackt und zu Boden gerissen haben. Anschließend soll eine 20-Jährige aus Kempten (1,7 Promille) hinzugekommen sein, die die 34-Jährige mit Faustschlägen ins Gesicht sowie Tritten gegen die Lebergegend traktierte. Als eine alarmierte Streife der Bundespolizei eintraf, rangelten die drei Frauen noch am Boden miteinander. Die Geschädigte klagte über Schmerzen am Hinterkopf und hatte eine aufgeplatzte Lippe. Gegen die beiden Angreiferinnen wurden Ermittlungen wegen Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

 

Schlägerei im Zug

 

Kurz nach 21:00 Uhr befanden sich zwei 20-Jährige aus dem unterfränkischen Volkach, Landkreis Kitzingen, auf dem Heimweg vom Oktoberfest und stiegen am Gleis 20 in den RB 59108 in Richtung Nürnberg. Im Zug gerieten sie mit vier Männern in Streit. Die anschließenden Ereignisse konnten aufgrund unterschiedlicher Schilderungen der sichtbar alkoholisierten Personen noch nicht abschließend geklärt werden. Es kam jedoch zu wechselseitigen tätlichen Auseinandersetzungen mit Faustschlägen. Dabei klagte einer der beiden 20-Jährigen über Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich. Er lehnte die angebotene ärztliche Hilfe ab.

 

Betrunkener fällt ins Gleis

 

Bereits um 20:40 Uhr des Donnerstags (2. Oktober) war ein 62-jähriger aus Unterföhring am Haltepunkt Leuchtenbergring alkoholbedingt ins Gleis gestürzt. Er zog sich dabei eine Platzwunde an der Stirn zu und musste zur weiteren Behandlung in ein Münchner  Krankenhaus verbracht werden. Ein 24-jähriger aus Markt Schwaben, der sich am Bahnsteig befand und den Vorfall beobachtete, half dem Mann daraufhin aus dem Gleisbereich. S-Bahnen befanden sich im fraglichen Zeitpunkt nicht in der Nähe des kurzzeitig gesperrten Haltepunktes.

 

Wild-Pinkler mit über 3 Promille greift Bahn-Mitarbeiter an

 

Etwa zeitgleich urinierte ein 40-jähriger aus dem Augsburger Stadtteil Hochzoll am Prellbock des Gleis 21 des Hauptbahnhofes in den Gleisbereich. Zivil gekleidete Bahnschutzmitarbeiter, die ihn auf sein Verhalten ansprachen, beleidigte der Schwabe. Anschließend soll es auch zu einem Kopfstoß gegen einen der beiden, einen 40-Jährigen DB-Angestellten, gekommen sein. Da der Augsburger, bei dem 3,32 Promille Atemalkohol gemessen worden waren,  nicht mehr in der Lage war sich klar zu artikulieren, sinnvolle Sätze zu formulieren und den Anweisungen der Bundespolizisten zu folgen, wurde er im Schutzgewahrsam mehrere Stunden ausgenüchtert. Gegen ihn wird wegen Beleidigung und Gefährliche Körperverletzung ermittelt.

 

Foto: Bundespolizei

 

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