Olympiapark-Chef Huber wohl vor dem Aus

Nachdem es gestern am frühen Abend keine Statements zu den Gesprächen um die Zukunft des Olympiaparks gab, scheint nun doch durchzusickern, dass der Aufsichtsrat Geschäftsführer Ralph Huber absetzen will.

 

Münchens dritte Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) war gestern für kein Statement mehr zu erreichen, obwohl sich der Aufsichtsrat der Olympiapark GmbH unter ihrem Vorsitz am gestrigen Donnerstag bereits ab 12 Uhr getroffen hatte. Worum es ging, war jedem klar: Die Zukunft nach den Untreue-Vorwürfen gegen Geschäftsführer Ralph Huber und dem zerrüttenden Verhältnis zu seinen engen Mitarbeitern sollte geklärt werden.

 

 

Doch Strobl sagte gegenüber münchen.tv nur: „Kein Kommentar zu dieser Sache.“ Das Rathaus erklärte bloß: „Der Aufsichtsrat der Olympiapark München GmbH hat sich mit der Thematik beschäftigt. Weitere Informationen werden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.“

 

Auch Huber selbst nahm keine Stellung dazu. Er ist seit 18. August krankgeschrieben. Am Montag wurde die Auszeit noch einmal um vier Wochen bis 7. November verlängert.

 

Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Untreue in fünf Fällen

 

Nach Informationen der Abendzeitung aber sei man sich schnell einig gewesen: Ralph Huber muss gehen. Angeblich geht es noch um das „Wie“.  Einer einvernehmlichen Vertragsauflösung müsste der 49-Jährige zustimmen. Ob alternativ die Untreue-Vorwürfe eine fristlose Kündigung rechtfertigen, muss juristisch noch geklärt werden. Auch über eine mögliche Abfindung werden Juristen nun beraten. Ralph Huber verdient als Geschäftsführer mit Tantiemen rund 162 000 Euro im Jahr.

 

 

Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Ralph Huber in fünf Fällen wegen Untreue ermittelt. Von den Vorwürfen blieb am Ende nur einer übrig. Dabei ging es um eine Party zum 18. Geburtstag von Hubers Zwillingen. Die Feier fand in den Räumen der OMG statt. Was Huber dafür zahlte, soll aber deutlich zu wenig gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft stellte zwar auch dieses Verfahren ein, Huber musste aber eine Geldauflage zahlen.

 

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