«Opfern Persönlichkeit wiedergeben»: Spaenle besucht Olympia-Denkmal

München – Zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung des Erinnerungsortes an die Opfer des Münchner Olympia-Attentats von 1972 hat Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) das Denkmal besucht. «Wir wollen den Opfern im öffentlichen Bewusstsein ihre Persönlichkeit wiedergeben», sagte Spaenle am Montag im Olympiapark.

 

Für jedes der zwölf Opfer gebe es eine Stelle, an der der Lebenslauf dokumentiert sei. Am Mittwoch sollen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Israels Staatspräsident Reuven Rivlin das Denkmal eröffnen. An der Zeremonie werden auch Hinterbliebene der Opfer sowie Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) teilnehmen.

 

Die palästinensische Terrororganisation «Schwarzer September» hatte vor rund 45 Jahren im Olympischen Dorf in München Sportler als Geiseln genommen, um Gefangene in Israel freizupressen. In einem Appartement und bei einer Befreiungsaktion auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck starben elf israelische Sportler und ein Polizist. Auch fünf Terroristen kamen ums Leben.

 

«Einschnitt», wie der Erinnerungsort heißt, hat 2,35 Millionen Euro gekostet und wurde unter anderem vom Freistaat, Bund, der Stadt München und dem Internationalen Olympischen Komitee finanziert.

 

dpa