© Das Paketauto bei der Sicherstellung

Paketzusteller beliefert Polizei – und muss dort nicht nur das Paket abgeben

Ein Paketzusteller, der eine Polizeidienststelle in Ramersdorf belieferte, musste dort sein Auto abgeben. Den Beamten war der desaströse Zustand des Fahrzeugs aufgefallen, woraufhin sie es umfassend kontrollierten.

 

Am Montag belieferte der 19-jährige Paketzusteller ein Polizeidienstgebäude in der Bad-Schachener-Straße in Ramersdorf mit einem Paket. Einem dort arbeitenden Beamten fiel auf, dass das Fahrzeug des Paketzustellers unversperrt mit dem Schlüssel im Zündschloss abgestellt war. Um eine unbefugte Nutzung zu verhindern, zog der Beamte den Schlüssel ab und nahm ihn mit auf die Dienststelle.

 

Nachdem der Paketzusteller auf der Suche nach dem Schlüssel erneut auf der Dienststelle erschien, wurde eine umfassende Kontrolle des Fahrzeugs durchgeführt. Dabei wurden neben einer gesplitterten Frontscheibe, einer mangelhaften Ladungssicherung sowie scharfkantigen Unfallschäden im Front- und Heckbereich noch zahlreiche weitere Mängel festgestellt.

 

Das Fahrzeug wurde sichergestellt, in die Polizeiverwahrstelle geschleppt und wird dort durch einen technischen Sachverständigen begutachtet. Sowohl den Fahrer, als auch den verantwortlichen Fuhrparkleiter der Firma erwarten nun Bußgeldverfahren, Punkte in Flensburg und die Kosten für das Gutachten.