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Pfingsten – einsatzstärkstes Wochenende für Münchner Bundespolizei

Über das Pfingstwochenende wurden die meisten Einsätze der Münchner Bundespolizei im Jahr 2017 registriert. Bis Montagmorgen wurden insgesamt 130 Maßnahmen getroffen. Darunter waren zwei gravierende Körperverletzungsdelikte.

 

Am Sonntag, den 4.Juni, kam es um kurz nach Mitternacht im Regionalexpress aus Augsburg kommend zu einer Rangelei zwischen einem Zugbegleiter und einem Schwarzfahrer. Als der 54-jährige DB-Mitarbeiter den Fahrschein eines 19-jährigen aus dem Irak stammenden Mannes kontrollieren wollte, konnte dieser keine gültige Zugfahrkarte vorweisen. Außerdem glaubte der Kontrolleur in dem Zugreisenden einen Betrüger erkannt zu haben. Der 19-jährige soll sich vor etwa sechs Monaten in einem Zug als DB-Mitarbeiter ausgewiesen haben und unerlaubterweise nach Fahrscheinen kontrolliert haben.

 

In Folge dessen versuchte der Zugbegleiter den jungen Mann festzuhalten, der sich wiederum losriss und beim Halt am Bahnhof Pasing flüchten konnte. Bei dem Versuch den Täter festzuhalten, stürzte der Mitarbeiter der Deutschen Bahn und erlitt dabei eine Schwellung am Knie sowie Hautabschürfungen am Ellenbogen.

 

Unmittelbar nach der Ankunft am Münchner Hauptbahnhof wurde der Vorfall aufgenommen und die Personalien des vermeintlichen Täters festgestellt. Der 19-jährige Iraker stellte sich schließlich selbst der Polizei. Zu den bereits bestehenden Ermittlungen wegen des Straftatverdachts vor rund einem halben Jahr, kommen nun neue Untersuchungen wegen Leistungserschleichung und Körperverletzung hinzu.

 

Am Montag, den 5.Juni 2017, kam es um kurz nach 19.00 Uhr auf dem Bahnsteig am Bahnhof Pasing zu Handgreiflichkeiten zwischen einem 34-jährigen aus Ramersdorf und einem 38-jährigen aus Pasing. Schließlich kam ein 49-jähriger Pasinger hinzu, der nun ebenfalls körperlich auf die beiden Kontrahenten einwirkte.

 

Nach der Schlägerei trafen der 49-jährige Mann aus Pasing und der Ramersdorfer in der Bahnhofsunterführung erneut aufeinander, sodass es erneut zu einem Streit kam. Infolgedessen stolperte der Pasinger und stürzte auf den 34-jährigen, woraufhin er ohne weitere Einwirkungen des Ramersdorfers zu Boden ging.

 

Nach Aussagen des Rettungsdienstes zog sich der 49-jährige bei seinem Sturz eine Unterschenkelfraktur zu und wurde demnach in ein Münchner Krankenhaus übermittelt. Strafrechtliche Ermittlungen wurden seitens der Bundespolizei eingeleitet.

 

ak