Politischer Aschermittwoch: «Der neue Draußenminister ist Martin Schulz.»

Der Aschermittwoch ist bekanntlich die Zeit für politische Verbalattacken. Wir haben die Rundumschläge der Parteien zusammengefasst. 

 

 

Die CSU ist dabei, das Land in ein Gewerbegebiet mit Autobahnanschluss zu verwandeln; da hilft uns ein weiß-blauer Himmel drüber auch nichts mehr.

Ludwig Hartmann, Spitzenkandidat der Grünen Landtagsfraktion

 

Der Sozi ist grundsätzlich nicht dumm. Er hat nur viel Pech beim Nachdenken.

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär

 

Alle elf Minuten verliebt sich ein Söder in eine neue Idee von Herrn Söder.

Detlev Werner, Bezirksvorsitzender der FDP in Niederbayern

 

Das ist ein Invalidenkabinett von politisch Fußkranken, angeführt von dieser Heimsuchung aus dem Osten.

Hubert Aiwanger, Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler

 

Im Bundestag trieft es vor Testosteron.

Katharina Schulze, Spitzenkandidatin der Grünen Landtagsfraktion

 

Der neue Draußenminister ist Martin Schulz.

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär

 

Da ist zum Beispiel Andrea Nahles, von der sich sagen lässt, dass wenn sie redet, das einzig Gute daran ist, dass sie dann wenigstens nicht singt.

Jörg Meuthen, AfD-Bundesvorsitzender

 

 

Woher kommt der politische Aschermittwoch?

 

Der politische Aschermittwoch geht auf einen Viehmarkt im 19. Jahrhundert im niederbayerischen Vilshofen zurück, später folgten dort Kundgebungen des Bauernbundes. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es zunächst die Bayernpartei, die sich dieser Tradition erinnerte. Doch seit Jahrzehnten wird der politische Aschermittwoch überwiegend mit der CSU in Verbindung gebracht.

 

CSU-Patriarch Franz Josef Strauß war zunächst viele Jahre in einem kleinen Wirtshaus aufgetreten, bevor er die Kundgebung 1975 in die Passauer Nibelungenhalle verlegen ließ. Im Laufe der Jahre kopierten sämtliche Parteien das Format.

 

Im Jahr 2016 fiel der politische Aschermittwoch zum ersten Mal in seiner Geschichte vollständig aus. Grund war das Zugunglück von Bad Aibling am Vortag, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen und rund 80 verletzt wurden.

 

dpa