Polizei: Leiche ist Aline Körner – Todesursache unklar

Was gestern bereits vermutet wurde, ist jetzt traurige Gewissheit. Die seit drei Wochen vermisste Aline Körner ist tot. Bei der gestern gefundenen Leiche handelt es sich um die 30-Jährige. Dies geht aus dem Obduktionsbericht hervor.

 

Bei der am Montag in München gefundenen Frauenleiche handele es sich definitiv um die 30-Jährige, sagte Kriminalhauptkommissar Herbert Linder am Dienstag in München. Es konnte anhand des Zahnstatus ermittelt werden. Die Todesursache ist wegen des Verwesungszustandes noch unklar. Der gestern bei der Polizei eingegangene Hinweis, wo sich die Leiche befindet, kam von einem Bekannten aus der Jugendzeit des Tatverdächtigen Michael Probst. Das Grundstück in Lochhausen war früher der Abenteuerspielplatz der Kinder in ihrer Jugendzeit.

 

Der Fall Aline Körner

 

 

Am Abend des Montag, 12.10.2015, meldete der jetzt dringend tatverdächtige 29-jährige Michael Probst seine Lebensgefährtin, die 30-jährige Aline Körner, auf Druck von deren bester Freundin als vermisst. Laut seinen Angaben zum damaligen Zeitpunkt habe Aline Körner bereits am 08.10.2015 gegen 23.00 Uhr die gemeinsame Wohnung in München-Neuperlach nach einem Beziehungsstreit verlassen. Nun stellte sich jedoch heraus, dass das Handy der Vermissten noch nach dem angegebenen Zeitpunkt in der Wohnung geortet wurde.

 

Im Zuge der Ermittlungen im Vermisstenfall ergaben sich weitere Verdachtsmomente, dass Aline Körner einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I hat der zuständige Ermittlungsrichter einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes erlassen. Diesen vollzogen Kräfte der Mordkommission München in den frühen Morgenstunden am gestrigen Dienstag, 27.10.2015, vor dem Wohnanwesen des Tatverdächtigen.

 

Bei der ersten Vernehmung durch Beamte der Mordkommission München räumte der Beschuldigte einen Beziehungsstreit ein, bestritt hierbei jedoch mit dem Verschwinden seiner Lebensgefährtin etwas zu tun zu haben. So habe er laut Polizei bereits zugegeben, dass er sich am besagten Abend auf die vermisste Münchnerin gesetzt habe, als diese auf der Couch saß. Anschließend soll er sie geschüttelt haben. An Weiteres könne er sich nicht mehr erinnern. Die Mordkomission glaubt, dass er sie erwürgt haben könnte.

 

Im weiteren Verlauf machte der Verdächtige von seinem Schweigerecht Gebrauch. Von Aline fehlt seit dem Abend des 08.10.2015 – trotz Öffentlichkeitsfahndung – jede Spur. Ihre Handtasche fand ein Passant am Freitag, 09.10.2015, mittags auf dem Kundenparkplatz des Einkaufszentrums „Schlüter Hallen“ an der  Münchner Straße in Freising. Die Wertsachen sowie Wohnungsschlüssel und Handy befanden sich in dieser Tasche.

 

 

rg / polizei