Polizei mit Rekord-Aufgebot großer Sieger des Stadtderbys

Die Münchner Polizei verhindert mit einem Rekord-Aufgebot ein Aufeinandertreffen der Fanlager beim Regionalliga-Derby zwischen Bayern und Sechzigern. Das Ergebnis wird zur Nebensache.

 

München – Schon Stunden vor dem eigentlichen Anpfiff des Stadtderbys im Grünwalderstadion ging es für die Fans der Rivalen los. Die Anhänger der Bayern trafen sich fast schon traditionell am Viktualienmarkt, ließen dort rote Rauchschwaden aufsteigen und gröllten ihre Lieder. Doch dieses Mal blieb es zumindest zivilisiert – anders als vor dem Hinspiel im September 2014, als Viktualienmarktbetreiber um ihre Stände fürchten mussten.

 

Auch weil die Polizei mit 1200 Beamten ein Aufgebot an den Tag legte, dass es so für ein Viertliegaspiel noch nie gegeben hatte. Ihr Ziel: Die Fanlager nicht aufeinandertreffen zu lassen. Denn laut Polizei befanden sich unter den Anhängern gut 300 pro Seite, die als gewaltbereit gelten und auch schon den ein oder anderen Eintrag bei der Polizei vorweisen können. Elf Festnahmen und vier verletzte Beamte wie im vergangenen Herbst soll es nicht mehr geben.

 

Dafür greift die Polizei sogar zu Tricks: Hunderte Polizisten mit Bussen, Pferden und Hunden bauen kilometerlange Sperren auf. Als dann Löwenfans die Roten an der Silberhornstraße vermuten, locken die Beamten sie zum Wettersteinplatz. Es funktioniert.

 

Bayern gewinnt Derby

 

Kurz vor Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit zünden Bayernfans Bengalos und werfen Böller auf den Platz. Die Ordnungskräfte bringen mit Hilfe der Spieler die Situation allerdings rasch wieder in den Griff.

 

In der 75. Minute geht es endlich auch einmal um Fußball. Bayern trifft – und singt nach Spielschluss. „Ihr seid so lächerlich“ dröhnt es in Richtung Löwenkurve. Die drohen:“Auf der Straße habt ihr keine Chance!“

 

Zu einer Schlacht außerhalb des Fußballfeldes kommt es zum Glück dann aber nicht mehr.

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