Polizei: Rentnerin fällt auf Enkeltrick rein

Die aktuellen Polizeifälle: Enkeltrickbetrug durch angebliche Bekannte ++ Kind wird von Auto erfasst ++ Joachim Herrmann bei Übergabe der renovierten Polizeiinspektion 11 dabei

 
Eine 87-jährige Rentnerin erhielt am Freitag, 17.10.2014, gegen 14.30 Uhr, den Anruf einer Frau. Durch geschickte Gesprächsführung gab sich die Anruferin als eine Bekannte namens „Margarete“ aus. Im Gesprächsverlauf gab sie vor, dass sie wegen des Kaufs einer Eigentumswohnung gerade bei einem Makler sitzt und es noch weitere Interessenten gibt. Deshalb benötige sie sofort 40.000 Euro als Anzahlung. Sie selbst würde das Geld erst am späten Nachmittag von der Bank ausbezahlt bekommen.

 
Die Rentnerin erklärte sich bereit einen größeren Geldbetrag zur Verfügung zu stellen. Nachdem die 87-Jährige 5.000 Euro von
ihrer Bank abgehoben hatte, meldete sich die angebliche Bekannte erneut. Sie gab an, dass die 87-Jährige das Bargeld
dem Sohn des Maklers übergeben soll. Dieser würde bereits vor ihrem Wohnanwesen warten.

 
Vor dem Wohnanwesen traf die Seniorin auf einen jungen Mann, der sich als „Matthias Pohl“ vorstellte. Gegen 16.00 Uhr übergab
sie ihm das in einem Kuvert verpackte Geld. Auf Wunsch der Rentnerin quittierte der Bote den Empfang des Geldes auf einem
von ihr vorgefertigten Notizzettel. Er entfernte sich anschließend zu Fuß.

 
Nachdem sich die Anruferin nicht wie abgesprochen nochmals bei der Rentnerin gemeldet hatte, wurde ihr bewusst, dass sie
Opfer eines Trickbetrugs geworden war. Sie erstattete am darauffolgenden Tag Anzeige bei der Polizei.

 
Beschreibung Geldabholer:

 
Männlich, 170 cm groß, schlank, ca. 60 kg schwer, osteuropäischer/slawischer Typ, hageres, hellhäutiges Gesicht, schwarzes, welliges, kurzes Haar (ohne Scheitel).

 
Zeugenaufruf:

 
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bert-Brecht-Allee, nächst dem Gerhart-Hauptmann-Ring, den unbekannten
Abholer gesehen o9der andere verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Trickbetrug stehen
könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, KFD 3 – EG Enkeltrick, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 
10-jähriger läuft bei Rotlicht auf die Fahrbahn, wird von Pkw erfasst und schwer verletzt – Ramersdorf

 
Am Montag, 20.10.2014, gegen 17.20 Uhr, befand sich ein 10- jähriger Schüler zusammen mit ca. zehn anderen Personen auf
dem Gehweg der Balanstraße an der Einmündung zur Klagenfurter Straße. Er wartete an der dortigen Ampel bei für ihn
geltendem Rotlicht.

 
Als ein Linienbus auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite an die dortige Bushaltestelle fuhr, rannte der Schüler zwischen den
fahrenden Fahrzeugen hindurch über die Fahrbahn, ohne auf den Verkehr zu achten. Er rannte gegen den linken, vorderen Kotflügel eines stadtauswärts fahrenden BMW eines 55-Jährigen. Er schlug mit dem Kopf auf der Windschutzscheibe auf, wurde vom linken
Außenspiegel erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert.

 
Durch den Unfall wurde der 10-Jährige schwer verletzt und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht
werden.

 

Übergabe der renovierten Polizeiinspektion 11

 

Am Dienstag, 21.10.2014, um 15.00 Uhr, wird das renovierte historische Dienstgebäude der Polizeiinspektion 11 in der Hochbrückenstraße 7 in der Altstadt vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und Polizeivizepräsident Robert Kopp offiziell an die dort tätigen Mitarbeiter des Polizeipräsidiums München übergeben.

 
Die PI 11, vielen älteren Münchnerinnen und Münchnern noch als Ledererwache in Erinnerung, ist eine der prominentesten
Dienststellen der Münchner Polizei in der Mitte der Stadt. Zuständig ist sie für die Altstadt und das südliche Lehel. Nach der Erstellung 1925 musste das Gebäude nach dem 2. Weltkrieg aufgrund starker Schäden repariert werden. Danach folgten weitere Renovierungen und jetzt wurde die PI 11 abermals zeitgemäßen Standards entsprechend ausgestattet und renoviert.

 
Zu den klassischen polizeilichen Aufgaben kommen dort noch die Betreuungen von vielen Veranstaltungen und
Versammlungen, wie z. B. der alljährlich stattfindenden Sicherheitskonferenz. Täglich pendeln bis zu 400.000 Personen aus den
verschiedensten Gründen ins Münchner Stadtzentrum. Für Touristen, Besucher oder Arbeitnehmer ist die Altstadt attraktiv.
Insofern bietet der Dienstbereich der Polizeiinspektion 11 den gut 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein sehr breit gefächertes
Aufgabenspektrum. Sie arbeiten in unterschiedlichsten Verwendungen – uniformiert, zivil, motorisiert und zu Fuß – und sorgen dafür, dass München auch in der Innenstadt eine Spitzenreiterposition im Bereich der Inneren Sicherheit hat.

 

make