Polizei schnappt Betrüger am Münchner Flughafen

Der Bundespolizei ist am Münchner Flughafen ein mit Haftbefehl gesuchter deutscher Staatsangehöriger ins Netz gegangen. Als der Mann die Ausreisekontrolle für seinen Flug nach Casablanca durchlief, entdeckten die Beamten gleich zwei Fahndungsnotizen.

 

Seit Anfang des Jahres suchte sowohl die Staatsanwaltschaft Ravensburg, als auch die Staatsanwaltschaft Baden-Baden nach dem 39-Jährigen Betrüger.
Die Ravensburger Ermittlungsbehörde hatte einen bundesweiten Auruf gestartet, um den Gesuchten zum Tatvorwurf zu vernehmen und dessen aktuellen Aufenthaltsort ausfindig zu machen.

 

Nach seiner Festnahme verweigerte der Mann die Aussage, jedoch konnten die Beamten der Bundespolizei den aktuellen Wohnort des Beschuldigten feststellen. Diese wurde umgehend an die Justitz weitergeleitet.

Verurteilt wurde der Stadthagener bereits im August 2013 wegen einer Straßenverkehrsgefährdung.
Die Strafe von 2.000 Euro bzw. die 40 Tage Freiheitsstrafe blieb der Beschuldigte jedoch zum Großteil schuldig.

 

Nachdem ihn die Bundespolizisten am Münchner Airport gestern verhaftet hatten, schien es zunächst, als ob der zahlungsunfähige Mann für die kommenden vierzig Tage hinter Gitter wandern müsste.

Vor dem Gang ins Gefängnis bewahrte ihn jedoch ein Freund. Der Mann zahlte den fälligen Betrag in bar bei der Polizeiinspektion in seinem Heimatort ein.
Nachdem die dortigen Polizeibeamten den Bundespolizisten am Münchner Flughafen den Eingang des Geldes bestätigt hatten, durfte der Erlöste die Wache nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen verlassen und seine Reise nach Afrika fortsetzen.

 

RG / Bundespolizeiinspektion Flughafen München