Handtaschen Raub, © Symbolfoto

Polizei stellt Erpresser auf dem Marienplatz

300 Euro erhoffte sich ein 33-Jähriger gegen die Rückgabe einer Handtasche erbeuten zu können. Sein Vorhaben endete allerdings in der Haftanstalt.

 

Bereits am 6. April kam einer 20-jährigen Studentin im Bereich der Staatsbibliothek in der Ludwigstraße ihre Handtasche abhanden. Sie erstattete zunächst keine Anzeige, da sie hoffte, dass ihre Tasche im Fundbüro abgegeben werden würde.

 

Am Dienstag, den 17. April meldete sich ein Mann per Facebook-Chat bei der 20-Jährigen und forderte 300 Euro, wenn sie ihre Tasche mit den Ausweisen und ihren Bank-/Kreditkarten wiederhaben wolle. Die Studentin handelte den Erpresser auf 250 Euro herunter und schlug ein Treffen für den kommenden Tag am Marienplatz vor.

 

Von Berlin aus, wo sie sich gerade zu Studienzwecken aufhielt, verständigte die 20-Jährige ihren Vater, der sich zur Polizeiinspektion 13 (Schwabing) begab, um im Namen seiner Tochter eine Anzeige wegen Diebstahls und Erpressung zu erstatten.

 

Nachdem weitere Details zur Übergabe vereinbart worden waren, überwachten zivile Beamte der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) den vereinbarten Treffpunkt. Sie konnten den Erpresser, einen 33-jährigen Münchner, am Marienplatz festnehmen.

 

Die gestohlene Handtasche hatte er bei sich. Da der Mann momentan über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er nach den polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.

mhz/Polizeipräsidium München