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Polizei warnt erneut: Trickbetrüger geben sich am Telefon als Beamte aus

Gestern kam es erneut zu drei Vorfällen mit Trickbetrügern. Die Anrufer gaben sich in allen Fällen als Polizisten des Präsidiums in der Ettstraße aus und stellten Fragen zu den Eigentumsverhältnissen. Alle Anrufe versuchten gezielt Rentner zu täuschen. Die Polizei warnt erneut vor Trickbetrügern am Telefon.

 

Zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr, riefen gestern Trickbetrüger bei drei Münchnern an. Die Anrufer gaben sich als Polizisten aus und stellten Fragen zum Eigentum der Angerufenen. Ein 68-Jähriger wurde beispielsweise gefragt, ob sich Kinder bei ihm aufhalten würden. Da ihm das komisch vorkam, beendete der Mann das Gespräch.

 

Video (Archiv): Falsche Handwerker und angebliche Polizisten gehören inzwischen zu den Top-Verdienern unter den Ganoven in München.

 

 

 

Einer 87-jährigen Münchnerin erzählten die Betrüger, dass sie auf der Suche nach Falschgeld seien. Sie fragten die Rentnerin, ob sie 5o-Euro-Scheine bei sich habe. Dies verneinte die Frau. Daraufhin erkundigten sich die Anrufer nach 100-Euro-Scheinen. Nachdem sie dies bejahte, wurde sie nach ihrem Kontostand gefragt. Die Auskunft verweigerte die ältere Dame jedoch.

 

Im dritten Fall gab der falsche Polizist an, die 90-Jährige hätte beim Einkaufen mit Falschgeld bezahlt. Sie könne mit einer Online-Überweisung eine Anzeige verhindern. Die Frau glaubte dem Mann nicht und beendete ebenfalls das Gespräch.

 

Die Münchner Polizei warnt ausdrücklich vor Fake-Anrufen. Sollten Sie in eine derartige Situation kommen, geben Sie keine persönlichen Daten preis und verständigen Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110.

 

Weiter Infos zum Thema „Telefon-Abzocke“:

 

Warnung: Enkeltrick immer perfider

 

Es wurde schon viel darüber geschrieben und berichtet und doch haben Betrüger immer wieder erschreckenden Erfolg mit dem sogenannten Enkeltrick. Die Vorgehensweise ist dabei beinahe jedes mal diesselbe. Die Täter rufen ihre Opfer an und versuchen durch das Vorspielen falscher Tatsachen an ihr Bargeld zu kommen. Der Trick ist, dass die Täter zu den Opfern erst durch spezielle Fragen, eine vermeindliche, verwandschaftliche Beziehung herstellen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs schildern die Täter eine angebliche finanzielle Notlage und fragen bei den Opfern um Bargeld an.

 

 

Tipps der Polizei:

Um sich vor solchen Betrügereien zu schützen, bittet die Polizei die folgenden Verhaltenstipps zu beachten:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

 

110 – Das Polizeimagazin: Call-Center-Betrug

 

Dieses Mal in „110 – Das Polizeimagazin“. Abzocke am Telefon. Eine Expertin der Münchner Polizei erklärt den Call-Center-Betrug.