Ein betrunkener Straftäter konnte mit über 5 Promille Atemalkohol verhaftet werden., © Symbolbild und Montage der Bundespolizei

Polizisten sprachlos: Autofahrer mit 4,7 Promille rammt Wohnmobil

Gilching: Da hatte es sogar der Polizei zwischenzeitlich die Sprache verschlagen. Sie wurde gestern zu einem Unfall gerufen und roch beim Verursacher schon von weitem die Alkoholfahne. Ein Alkoholtest ergab 4,7 Promille.

 

Am gestrigen Sonntag meldete jemand der Polizei, dass ein betrunkener Autofahrer an einer Tankstelle in der Landsberger Straße in Neugilching festgehalten wird. Beim Eintreffen der Streife wurde ein 53-jähriger Mann aus Fürstenfeldbruck am Steuer eines Renaults angetroffen. Schon aus einer Entfernung von etwa 2 Metern kam den Polizisten eine deutliche Alkoholfahne aus dem Fahrzeug entgegen, heißt es in der Mitteilung.

 

Der Wert des freiwillig durchgeführten Alkoholtests von sage und schreibe über 4,7 Promille verschlug den beiden Polizisten kurzzeitig die Sprache. Doch nachdem sie die Vita des Fürstenfeldbruckers überprüft hatten, stellte sich heraus, dass es sich bei ihm um einen einschlägig polizeibekannten unter Alkoholeinfluss auftretenden Delinquenten handelte.

 

Die Befragung des geschädigten 54-jährigen Wohnmobilbesitzers aus Gilching ergab, dass der Renaultfahrer zunächst auf das Tankstellengelände gerollt war und an einer Zapfsäule anhielt. Dort sprach ihn der Gilchinger an, weil er erkannte, dass der Fürstenfeldbrucker schwer alkoholisiert war. Er forderte ihn daraufhin mehrmals auf, dass er sein Auto stehen lassen solle. Doch der Renaultfahrer reagierte sehr trotzig und weigerte sich sein Auto stehen zu lassen. Während der Wohnmobilbesitzer die Polizei verständigte, begann der uneinsichtige Fürstenfeldbrucker zu rangieren und fuhr anschließend in das Heck des Wohnmobils.

 

Trotz dieses Unfalls rangierte der Renaultfahrer im Anschluss noch weiter, erst als eine 53-jähirge Zeugin laut um Hilfe rief, hielt er an. Durch Zureden des Wohnmobilbesitzers und der Zeugin konnte der Unfallfahrer vom weiteren Fahren bis zum Eintreffen der Streife abgehalten werden. Bei der anschließenden Blutentnahme auf der Germeringer Wache zeigte sich der Beschuldigte äußerst uneinsichtig und aggressiv.

 

Des Weiteren stellte sich heraus, dass der 53-jährige Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und bereits im Juli 2018 auf dem Parkplatz des Germeringer Sees in ähnlicher Weise unrühmlich auf sich aufmerksam gemacht hatte (siehe Pressebericht vom 31.07.2018).