Demo der Postboten in München, © Symbolbild

Post-Beschäftigte ziehen mit Trillerpfeifen zur CSU-Zentrale

Die Mitarbeiter der Post haben ihren Forderungen heute noch einmal deutlich Nachdruck verliehen. Am Ende ihres Protestzugs zur CSU-Zentrale überreichten die Arbeiter eine Resolution. 

 

 

München – Mit Trillerpfeifen und Transparenten sind am Montag zahlreiche Post-Beschäftigte durch die Münchner Innenstadt gezogen. Die Gewerkschaft Verdi sprach von rund 3000 Teilnehmern. Ziel des Protestzugs war die CSU-Zentrale. Dort überreichten die Postler eine Resolution, in der sie den Sonntags-Einsatz von Aushilfskräften im Streik bei der Post kritisierten. Verdi sieht darin einen Verstoß gegen die Sonntagsarbeit.

 

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erklärte: „Ich nehme die Anliegen der Arbeitnehmer sehr ernst.“ In dem Tarifkonflikt bei der Post sei jetzt allerdings nicht die Stunde von Politik und Regierung. „Wir achten das Streikrecht und die Tarifautonomie. Nach den Lokführer- und den Kita-Streiks spüren wir aber schon die große Beeinträchtigung der Bevölkerung und appellieren an die Tarifparteien, auch im Fall des Poststreiks sich schnell zu einigen.“

 

Der Arbeitskampf bei der Post dauert bereits seit drei Wochen an. Die Gewerkschaft will erreichen, dass regionale Gesellschaften mit geringerer Bezahlung im Paketgeschäft wieder in den regulären Haustarif aufgenommen werden. Im Gegenzug hatte sie einen moderaten Gehaltsabschluss angeboten. Das Angebot lehnt die Post aber ab, weil sie den Lohnkostenabstand zu den Konkurrenten ausgleichen müsse. (dpa/lby)