Westend-Entführer, Geständnis, Entschuldigung, Erpressung, Revision, Rechtsfehler, © Westend-Entführer geht in Revision

Prozessauftakt gegen „Westend-Entführer“

Ab heute muss sich der 53-jährige Mario S. vor dem Landgericht München wegen seiner Tat im Juni 2015 verantworten. Er hatte damals die Frau eines Sparkassenmanagers aus ihrem Haus in Ottobrunn entführt und 2,5 Millionen Euro Lösegeld gefordert. Doch sein Plan scheiterte, das Opfer entkam und 16 Tage nach der Tat konnte ihn die Polizei in Thailand fassen.

 

„Erpresserischer Menschenraub und versuchte, besonders schwere räuberische Erpressung“ – so lautet die Anklage gegen den 53-jährigen Mario S.. Der geständige 53-Jährige soll im Juni 2015 eine 47-jährige Bankiersgattin zu Hause überfallen und dann in ihrem Auto entführt haben. In der Wohnung hinterließ er einen Brief, in dem er 2,5 Millionen Euro Lösegeld forderte. Zu diesem Zweck war er von seinem damaligen Aufenthaltsort Thailand nach München gereist. Der Grund für die Tat des Auswanderers seien finanzielle Schwierigkeiten gewesen.

 

 

Die Entführungs-Fahrt endete auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Westendstraße. Auf dem belebten Parkplatz erkannte die Frau ihre Chance. Sie konnte sich losreißen und flüchten. Der Täter war zunächst flüchtig, konnte aber 16 Tage nach der Tat in Thailand gefasst werden. Gegen den Angeklagten verhandelt das Gericht voraussichtlich an vier Tagen.