Regisseur Helmut Dietl gestorben

Der Filmemacher, Regisseur und Drehbuchautor Helmut Dietl ist tot. Laut Informationen der ‚Zeit‘ starb er am Montagnachmittag im Alter von 70 Jahren in seiner Wohnung in München. 

 

 

München  – Der Regisseur Helmut Dietl ist tot. Er starb im Alter von 70 Jahren in München, wie engste Familienkreise der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Nach Informationen von „Zeit Online“ starb er am Montagmittag im Kreis seiner Familie in seiner Münchner Wohnung. Vor knapp eineinhalb Jahren hatte der einst starke Raucher seine schwere Lungenkrebs-Erkrankung öffentlich gemacht.

 

Dietl galt als einer der bedeutendsten Regisseure Deutschlands und wurde in den 80er-Jahren berühmt mit den Serien „Monaco Franze“ und „Kir Royal“. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Schtonk“, eine Persiflage auf die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher, und die Komödie „Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“.

 

Dietl war in vierter Ehe mit seiner Frau Tamara verheiratet. Das Paar hat eine Tochter. Aus einer früheren Beziehung stammt sein Sohn David, der als Regisseur in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist.

 

2014 war er mit einem Bambi für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der in Bad Wiessee geborene Filmemacher gehörte zu den Größen des Deutschen Films, was auch die Liste seiner Auszeichnungen verdeutlicht. Dietl erhielt den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis und auch Auszeichnungen wie das Verdienstkreuz am Bande oder den Bayerischen Verdienstorden.

 

Statement von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zum Tod von Helmut Dietl:

 

„Mit Helmut Dietl verlieren wir einen Menschen, der als Regisseur und Autor enorm viel zur Bedeutung Münchens als einem der wichtigsten Film- und Medienstandorte beigetragen hat. Er war ein Meister darin, mit eigener künstlerischer Handschrift, satirische Porträts des Münchner Society-Lebens zu zeichnen. Die Fernsehserien ,Monaco Franze‘ oder ,Kir Royal‘ genießen deshalb auch heute noch Kultstatus. Leider ist Helmut Dietl, dem ich noch im vergangenen Jahr zum 70. Geburtstag gratulieren konnte, nun von uns gegangen. Sein Tod macht mich traurig.“