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Reiches Bayern – Arme Kinder: Ergebnisse des Sozialatlas Bayern 2018

Am Freitag wurde der Sozialatlas für Bayern von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in München vorstellt, eine Studie zur sozialen Ausgrenzung in Bayern 2018.

 

Obwohl Bayern zu den reichsten Bundesländern zählt, gibt es Bevölkerungsgruppen, die dennoch sozial benachteiligt sind und finanzielle Unterstützung benötigen. Deshalb fordert Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, zum Beispiel die Zahl der Obdachlosen amtlich zu erfassen. Denn nur so könnten Gelder richtig verteilt werden. Außerdem verlangt Beyer eine bessere finanzielle Unterstützung von Anlaufstellen im Freistaat, die Menschen betreuen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind.

 

Auch viele Kinder sind in Bayern von Armut betroffen: fast 120.000 Kinder und Jugendlich im Freistaat beziehen Hartz IV. Über 250.00 sind von Armut bedroht. Schlechte Zähne, eine ungesunde Ernährung, psychische Beeinträchtigungen sowie eine eingeschränkte soziale Teilhabe. Auch damit haben viele Kinder mit Armut zu kämpfen. Dies geht aus dem Sozialatlas hervor.

 

Auch wenn die Armutsquoten in Bayern auf den ersten Blick im Bundesvergleich gut aussehen, so verbergen sich hinter diesen Zahlen viele Einzelschicksale: Armut grenzt aus und steht einem guten Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen entgegen. Arme Kinder haben schlechtere Karten.

Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt

 

Weitere Zahlen, die aus der Studie hervorgehen:

  • Rund 7000 Schüler*innen erreichen keinen Hauptschulabschluss
  • 12% aller 15-Jährigen gelten als armutsgefährdet
  • Alleinerziehende haben ein Armutsrisiko von 36,7%
  • Nur 27% der unter 3-Jährigen haben einen Kitaplatz