Polizeiwagen im Einsatz

Reisende schreiten vorbildlich ein

In den späten Abendstunden des Dienstags (27. Mai) schritten zwei Männer bei einer Körperverletzung im Bereich der Bahnsteige am Starnberger Flügelbahnhof vorbildlich ein.

 

Ein 48-Jähriger aus Aßling setzte per Handy einen Notruf an die „110“ ab; ein 34-Jähriger aus Altdorf ging dazwischen, als ein Nigerianer einen anderen Afrikaner, den er zuvor zu Boden gebracht hatte, weiter bedrohte.

 

Polizei macht beide Parteien ausfindig

 

Gegen 23:40 Uhr erreichte die Bundespolizei die Mitteilung der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München, dass am Bahnsteig bei Gleis 24 eine körperliche Auseinandersetzung stattgefunden haben soll. Ein 48-Jähriger aus Aßling, der den Notruf abgesetzt hatte, erwartete die ankommende Streife der Bundespolizei bereits und führte diese zu einem 35-Jährigen Nigerianer, der sich bereits auf Gleis 20 in einer S-Bahn (S2) Richtung Petershausen befand. Auf den Vorfall angesprochen, gab der Nigerianer an, von einen anderen, ihm nicht bekannten Afrikaner, bedroht worden zu sein. Eine zweite Steife konnte mittlerweile den anderen Beteiligten, einen weiteren Nigerianer, 51 Jahre alt, am Hauptbahnhof ausfindig machen. Zur Sachverhaltsklärung wurden alle Beteiligten zur Wache am Hauptbahnhof mitgenommen.

 

Beherztes Einschritten verhindert Schlimmeres

 

Nach Auswertung der Videoaufzeichnungen durch die Bundespolizei stellte sich heraus, dass der 35-Jährige den
51-Jährigen mit einem Schlag ins Gesicht niedergestreckt hatte. Die Aufnahmen zeigten darüber hinaus, dass ein
unbeteiligter 34-Jähriger aus Altdorf dazwischen ging, als der 35-Jährige sich über den am Boden liegenden 51-Jährigen gebeugt und diesen weiter bedroht hatte. Der Altdorfer zog den Angreifer vom Geschädigten weg und trennte die beiden Afrikaner.

 

Der Auslöser des Streites ist noch nicht bekannt und wird zum Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der 51-jährige
Nigerianer, der in Erding wohnt, wurde leicht verletzt, benötigte keine ärztliche Hilfe. Gegen den anderen, den 35-
jährigen Nigerianer mit Wohnsitz in Karlsfeld, ermittelt die Bundespolizei nun wegen Körperverletzung.

 

Das Absetzen des Notrufes an die „110“ sowie das anschließende Wegschieben des Angreifers waren geeignete
Maßnahmen, um den 51-jährigen Nigerianer vor weiteren Aggressionen zu schützen. Den beiden Männern aus Aßling
und Altdorf gilt für ihr couragiertes und vorbildliches Eingreifen der Dank der Münchner Bundespolizei.

 

RG / Bundespolizei