Polizeiauto im Einsatz, © Symbolfoto

Rentner verhindern dreiste Trickbetrüge

In letzter Zeit kam es  vermehrt zu sogenannten Trickdiebstählen in München. Meist waren ältere Personen Ziel der Diebe. Oft unter falscher Berufsbezeichnung wie „Handwerker“ oder „Polizist“ verschafften sie sich Zugang zu den Wohnungen und raubten diese anschließend mit Hilfe eines Ablenkungsmanövers aus. Besonders beliebt war dabei die Erfindung von angeblichen Problemen mit den Wasserleitungen.

 

Fall 1

 

Eine 72-jährige Rentnerin in der Rumfordstraße ließ sich vergangenen Donnerstag allerdings nicht so leicht übers Ohr hauen:

Gegen 15:45 klingelten zwei angebliche Stadtwerkemitarbeiter mit wohl gefälschten Stadtwerke-Ausweisen an ihrer Wohnungstür. Angeblich sei es zu einem Wasserrohrbruch gekommen und in diesem Zusammenhang müssten die Wasseranschlüsse überprüft werden.

 

Nachdem die Rentner in der Wohnung die Wasserhähne aufdrehten, leitete die Dame die beiden „Handwerker“ auf Nachfrage in das zweite Badezimmer. Nun wollten sich die beiden Betrüger aufteilen – die 72-Jährige wurde skeptisch. Ihr Ehemann versperrte daraufhin mit seinem Rollstuhl das zweite Badezimmer und die Männer wurden aufgefordert, die Wohnung zu verlassen. Kurz bevor die beiden Männer hinausgingen, erstellte die findige Rentnerin jedoch noch eine Kopie von einem der Ausweise.

 

Nach einem Anruf bei den Stadtwerken erfuhr sie, dass es zu keinem Wasserrohrbruch in ihrer Wohnung gekommen sei und erstattete Anzeige.

 

Täterbeschreibung

Täter 1 war männlich, ca. 25 Jahre alt, und etwa 180 cm groß mit einer kräftigen Figur. Er hatte eine Glatze, roch stark nach Zigaretten und war mit einem grauen Pullover und einer dunklen Hose bekleidet. Er hatte einen Stadtwerkeausweis bei sich.

 

Täter 2 war demnach ebenfalls männlich und etwa 25 Jahre alt. Mit seinen etwa 170 cm Größe hatte er eine schlanke Figur, kurze dunkle Haare und trug einen Bart. Bekleidet war er mit einem „Blaumann“. Auf dem an seinem Gürtel befestigten Stadtwerkeausweis stand der Name „Altberger Josef, geb. 18.09.1995.

 

Das Kommissariat 65 bittet um sachdienliche Hinweise unter der 089/2910-0 oder an jeder Polizeidienststelle.

 

 

Fall 2

 

Ebenfalls einen Trickdiebstahl verhindern konnte ein 80-jähriger Rentner aus Schwabing.

 

Gegen 15:30 Uhr klingelte eine junge Frau an der Wohnung des Mannes und betrat diese ungebeten und recht aufdringlich. Unter dem Vorwand, der Herr möge doch bitte einen Zettel für eine Dame im oberen Stockwerk schreiben, begaben sich die beiden ins Wohnzimmer. Nun betrat plötzlich eine weitere Dame die Wohnung. Sie hatte einen Schlafanzug und eine Tischdecke in der Hand und fuchtelte damit permanent vor dem Rentner herum.

 

Nachdem der 80-Jährige besagten Zettel geschrieben hatte, wollte eine der Frauen in das Schlafzimmer des Mannes um angeblich auf die Straße zu schauen. Dies wurde ihr vom Rentner allerdings verwehrt.

 

Der Rentner hat bislang noch keinen Diebstahl bemerkt, allerdings war nach dem Besuch der beiden Damen ein Wohnzimmerschrank nicht mehr versperrt.

 

Täterbeschreibung

Täterin 1 war weiblich, etwa 25 Jahre alt und ca. 165 cm groß. Sie sprach Deutsch mit Akzent, gab sich unter dem Namen „Maria Lehmann“ als Spanierin aus.

 

Täterin 2 war ebenfalls weiblich und etwa 25 Jahre alt, sie hatte eine feste Figur bei etwa 165 cm Größe. Sie wurde von Täter 1 als „Christine“ vorgestellt.

 

Auch hier bittet das Kommissariat 65 unter der Tel. 089/2910-0 um sachdienliche Hinweise.

 

kw