Polizeiuniform-Verkleidung-unecht, © Symbolfoto

93-Jährige lässt falschen Polizisten abblitzen – Polizei bittet um Hinweise

Ein Mann hat sich in Laim als Polizeibeamter ausgegeben, um so in die Wohnung einer 93-Jährigen zu gelangen. Die Frau fiel zum Glück nicht auf den falschen Sheriff rein. Immer wieder versuchen Verbrecher mit dieser Masche – vor allem Rentnern – ihr Geld abzuzocken.

 

Der Unbekannte zeigte der 93-jährigen am Freitag einen bläulichen Dienstausweis mit Lichtbild und behauptete, dass es aufgrund einer nahegelegen Baustelle vermehrt zu Einbrüchen gekommen sei. Er gab an, dass er sich daher bei ihr in der Wohnung umschauen müsse. Die Münchnerin lehnte dies vehement ab. Daraufhin verließ der angebliche Kriminalbeamte ohne weitere Fragen das Anwesen. Zum Glück: Wie sich später herausstellte, war die Absicht des Mannes nämlich nicht der Frau zu helfen, sondern in ihre Wohnung zu gelangen.

 

Zeugenaufruf:

 

Der Täter ist circa 1,75 m groß, hat eine normale Figur und einen Vollbart. Seine Erscheinung ist ausländisch jedoch sprach der Mann Hochdeutsch ohne Akzent. Er trug ein helles T-Shirt, eine beige Baseballkappe, einen langärmeligen Pullover, um den Hals ein Mäppchen mit „Dienstausweis“. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

Bereits am 16.08.2017 und am 24.08.2017 kam es zu Trickdiebstählen. Männer gaben sich als Handwerker oder Wasserwerker aus, um in Wohnungen zu gelangen. In einem der Fälle drehte der Mann das Wasser im Badezimmer auf und gab der älteren Frauen die Anweisung aufzupassen, dass das Wasser nicht überläuft. In der Zwischenzeit hat er Geld und Schmuckstücke geklaut.

 

Polizei warnt!

 

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen und erkundigen sich durch einen Rückruf bei der Dienststelle nach der Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie unsicher sein, rufen Sie auf alle Fälle den Notruf 110 an.

 

In diesem Video warnt die Polizei vor Betrügern und erzählt wie man sich davor schützen kann: