Ankommende Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof

Rund 194 000 Schutzsuchende leben in Bayern

In Bayern leben rund 194.000 Schutzsuchende. Gut 11 Prozent der Ausländer hält sich aus humanitären Gründen im Freistaat auf. Im Bundesvergleich der niedrigste Anteil, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

 

Grundlage für die Zahlen sind die Erhebungen des Ausländerzentralregisters von Ende 2014 bis Ende 2016. Mehr als 105.000 Menschen lebten demnach in Bayern mit einem anerkannten Schutzstatus, rund 13.000 waren abgelehnt. Die Mehrheit der Schutzsuchenden kommt aus Syrien (44.000 Menschen), gefolgt von Afghanen (26.000) und Irakern (16.000).

 

Als „Schutzsuchend“ gelten Asylsuchende, deren Verfahren läuft, sowie abgelehnte Asylbewerber, die noch nicht ausgereist sind oder abgeschoben wurden. Anerkannte Flüchtlinge nach der Genfer Konvention und subsidiär Schutzberechtigte gehören auch dazu. 392.000 Ausländer seien in der Statistik allerdings nicht berücksichtigt worden, weil sich nicht eindeutig bestimmen ließ, ob sie aus humanitären Gründen in Deutschland sind.

 

dpa