Bahngleise und fahrender Zug - Hinweisschild nicht betreten, © Symbolfoto

S-Bahn-Chaos in Richtung Flughafen

Das Chaos auf den Flughafen S-Bahn-Linien geht auch nach den Streiks weiter. Nach der S1 ist wegen einer Baustelle nun auch die S8 betroffen. Und: weitere Streiks drohen.

Nach den Brückenreperaturen auf der S1-Linie in Moosach, kommt nun auch eine weitere Störung hinzu. Wie berichtet war hier ein LKW in einer Bahnunterführung stecken geblieben und hatte einen Sachschaden von mehreren Millionen Euro angerichtet. Das Bauwerk muss nun aufwändig saniert werden.

 

Jetzt auch noch die S8

Nun müssen sich die Passagiere auch auf der Linie S8 auf Verspätungen und Chaos einstellen. Die Bahn erneuert zwischen Freiham und Westkreuz Gleise und Weichen. So kommt es zu mehreren Umwegen zwischen Herrsching und Westkreuz.

 

Gerade Reisende zum Airport sollten genügend Zeit einrechnen, um ihren Flieger noch zu erwischen, denn noch bis Donnerstag fährt die S8 dort nur im 40-Minuten-Takt. Die Züge fahren auch nicht zum Flughafen durch, sondern nur bis Ostbahnhof. Urlauber und Passagiere müssen demnach umsteigen.

Ersatzbusse sollen aushelfen

Nach tz-Informationen starten Richtung Flughafen parallel S8-Züge in Pasing – ab dort gibt es den gewohnten 20-Minuten-Takt. Warum das die Bahn in der offiziellen Baustelleninformation verschweigt, bleibt offen.

Hinzu kommt, dass die S-Bahn im Westen von Freitag bis Sonntag gar nicht fährt: Es gibt allerdings Ersatzbusse zwischen Germering und Westkreuz! Dort gibt es auch gibt es wieder einen 20-Minuten-Takt.

Erneute Streiks drohen

Nachdem sich vergangene Woche ein Lastwagenfahrer um einen halben Meter verschätzt und eine Brücke in Moosach „angesägt“ hatte, müssen bis auf Weiteres auch die Fahrgäste auf der Linie S1 auf die U2 ausweichen. Denn die S1 zum Flughafen fährt erst ab Feldmoching.

Chaos herrscht derweil auch weiter hinter den Kulissen: Wie ein Sprecher der Bahn der tz mitteilte, sind am  Montagabend insgesamt 143 ­S-Bahnen ausgefallen. Nachdem das Unternehmen vorsorglich den 10-Minuten-Takt gestrichen hatte, seien noch Züge im 20-Minuten-Takt stehen geblieben – auch mehrere nacheinander. Es  sei so sogar zu Wartezeiten von einer Stunde gekommen. Da sich Bahn und GDL  gegenseitig die Schuld geben, denkt die GDL an erneute Streiks.

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