Schabrackentapir "Nemo" aus dem Tierpark Hellabrunn, © Tierpark Hellabrunn / Michael Matziol

Schabrackentapir Nemo zieht um für eine neue Liebe

Schabrackentapir Nemo verlässt nach seiner langen Zeit in München den Tierpark Hellabrunn. Wo es ihn hinzieht, lesen Sie hier.

 

Im Dezember 2016 verstarb Nemos Weibchen Cora, nun begibt sich Schabrackentapir auf die Reise nach Frankreich. Dem bereits 22-jährige Männchen aus dem Tierpark Hellabrunn steht künftig wieder ein Weibchen zur Seite.

 

„Nurr“ heißt die Dame und lebt derzeit im Zoo „du Bassin d’Arcachon“ in der französischen Stadt La Teste-de-Buch. Die Empfehlung zur Zusammenführung der beiden als stark gefärdet geltenden  Schabrackentapire kam von einem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP).

 

Schabrackentapir "Nemo" aus dem Tierpark Hellabrunn, © Tierpark Hellabrunn / Michael Matziol

 

Ihren Namen haben Schabrackentapire ihrer Fellfärbung zu verdanken. Sie erinnert an eine Satteldecke, auch Schabracke genannt und dient den Tieren in der Natur aufgrund ihrer unterschiedlichen Schattenwürfe als Tarnung. Weniger als 2.500 Exemplare der stark gefährdeten Unpaarhufer gibt es weltweit in freier Wildbahn noch. Sie stehen deshalb auf der Liste bedrohter Arten der IUCN.

 

Neben dem Tod des Partner-Weibchens im vergangenen Jahr ist der Umzug des Tieres auch deshalb ein sinnvoller Schritt gewesen, weil sich der Tierpark Hellabrunn dazu entschlossen hat, vorerst keine Tapire mehr zu halten. Eine geeignete Anlage soll im Rahmen der „Masterplan-Umsetzung“ entstehen – dann wird es im Münchner Tierpark vielleicht auch wieder Tapire und andere südamerikanische Tiere zu sehen geben.

 

Der sogenannte „Masterplan“ des Tierpark Hellabrunn ist das Ziel der zukünftigen Umstrukturierungen des Münchner Tiergartens. Mehr zum Konzept sehen Sie hier.

 

kw