Schloss Neuschwanstein wird für 20 Millionen Euro saniert

Im laufenden Betrieb soll Bayerns berühmtestes Schloss für mehr als 20 Millionen Euro saniert werden. Die Arbeiten an Schloss Neuschwanstein in Schwangau (Landkreis Ostallgäu) sind nicht zuletzt deswegen nötig, weil die zahlreichen Touristen die Bausubstanz und die Kunstwerke schädigen.

 

Allein schon durch die von den Besuchern in das Bauwerk eingeschleppte Feuchtigkeit werden die Denkmalschützer und Kunsthistoriker seit etlichen Jahren vor Probleme gestellt. Der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) will sich am Donnerstag über den Fortgang der bereits begonnenen Restaurierung informieren.

 

Etwa eineinhalb Millionen Besucher kommen jedes Jahr in das Schloss von «Märchenkönig» Ludwig II., das zu den größten Touristenattraktionen Deutschlands zählt. «Im Sommer drängen sich im Durchschnitt täglich mehr als 6000 Besucher durch Räume, die für einen einzigen Bewohner bestimmt waren», beschreibt das Ministerium das Problem. Dies führe in Verbindung mit dem alpinen Klima zu erheblichen Belastungen für die wertvollen Möbel und Textilien. Bereits seit Jahren kümmern sich Experten um die Erhaltung des historischen Inventars in den Prunkräumen.

 

Allerdings muss auch das aus dem 19. Jahrhundert stammende Bauwerk selbst saniert werden. So sind unter anderem Dach- und Fassadenarbeiten am Torbau nötig. Nach Angaben des Ministeriums muss dabei auch die Deckenkonstruktion der Königswohnung instand gesetzt werden. Die Blecheindeckung der Pultdächer am Schloss muss ebenfalls erneuert werden.

 

dpa